Der schurkische Roderick sitzt unrechtmäßig auf dem englischen Thron. Um seine Macht zu festigen lässt der Usurpator die Gegend nach dem wahren Thronerben in Gestalt eines Babys mit eindeutigem Geburtsmal absuchen. Dieses wiederum befindet sich in der Obhut des „Black Fox“ und seinen Mannen, die gegen die Herrschaft Rodericks ankämpfen. In ihren Reihen findet sich auch der Barde Hawkins, der alsbald als Hofnarr das Schloss des Roderick infiltriert und so das Blatt für die Aufständischen und den wahren Thronerben wenden soll.
Und daraus entsteht eine Reihe von Intrigen, Verwechslungen sowie Verwünschungen. „The Court Jester“ ist ein stellenweise überdrehter altmodischer Spaß in knalligen Farben und den aus der Entstehungszeit gewohnten Zutaten. So gibt es ein paar Gesangseinlagen in mit zunehmender Spielzeit abnehmender Anzahl. Eine gute Entscheidung, denn weitaus unterhaltsamer ist in dieser Komödie das Spiel mit den Worten, deren flotte Darbietung und der inhaltliche Witz. Danny Kaye in der Hauptrolle zeigt nicht nur hierbei sein Können, er muss in dieser Revue in allen Disziplinen abliefern. Was er auch tut, denn neben Gesang und Tanz verlangt das Werk nach Fechtkunst, Slapstick und diversen humorvollen Ausdrücken. Der Film ist dabei auf Kaye zugeschnitten, der Rest vom Ensemble macht einfach passend mit. Es finden sich Basil Rathbone, Angela Lansbury oder Glynis Johns darunter und alle spielen ihre Rollen mit Esprit und Energie. Das transportiert der Streifen selbst ebenso, als sanfte Genre-Parodie mit Verweisen auf die Geschichten um Robin Hood nimmt sich „The Court Jester“ wenig ernst. Ein Höhepunkt ist dabei sicherlich das Gespräch vor einem Turnier über den vergifteten Inhalt eines Bechers. Herrlich. Hinzu kommt die gelungene Präsentation, Kulissen und Ausstattung machen schon was her.
„Good stock. Good battle. Good-bye."
Intrigante Liebes-Ritter-Historien-Komödie mit parodistischen Zügen, Tempo und Witz sowie einem glänzend aufgelegten Danny Kaye. Durch die typischen Gesangseinlagen muss man durch und im Finale geben sich gelungene und weniger solche Einfälle die Klinke in die Hand. Dennoch ist „The Court Jester“ ein unterhaltsamer und knallbunter Film und allein schon wegen dem fantastisch vorgetragen Sprachwitz eine Sichtung wert.