Ein Film, so dumm wie Torf – das muß auch mal sein.
Im Zuge der Niederungen deutscher Komödienprodukte schwamm auch „Feuer, Eis und Dosenbier“ an die Oberfläche, ein räudiger Bastard, entstanden aus einem Gang Bang zwischen der Bullyparade, der Sitcom „Axel“ und diversen bekannten Filmparodieklischees.
Natürlich ist hier nicht der King of Comedy himself zu erwarten und ganz offensichtlich ist man in die Richtung von Gross-Out zielend, aber wer sein Niveau mal im Schrank läßt, kann sich hiermit einen richtig beknackten Abend machen.
Gerettet wird dieser Film, wenn man es denn so nennen will, durch die Hauptdarsteller. Rick Kavanian erweckt hier einen Reggae-Almöhi-Nerd zum Leben, wie er das mit Bully hundertfach durchgezogen hat, während Axel Stein sich einfach selbst spielt oder zumindest das, was Axel Stein zu sein vorgibt.
Und ja, der Mann kann was. Fällt schwer das zu sagen und er ist meist mit schlimmen Drehbüchern gestraft, aber Stein kann Slapstick wie Slowburn und hat die Klassiker offensichtlich studiert. Ob er jetzt eine Oma rödelt, diverse One-Liner aus dem Mundwinkel klappen läßt oder sich zum Affen macht, das Talent kann man diesem Tier nicht absprechen.
Natürlich muß das Gehirn hier ein Päuschen einlegen, aber anders als Produkte wie „Harte Jungs“ nimmt sich „F.E.u.D.“ wirklich niemals ernst, zitiert Mel Brooks oder ZAZ und bastelt sich samt Heidi-Motiven am Ende eine Bondparodie zusammen, wenn die Akteure nicht komplett aus der Rolle fallen und im Trickstudio selbst die Regeln ändern.
Dazwischen tummelt sich Christoph M.Ohrt im besten Trashmodus und mit martialischem Pidgin-Englisch um sich werfend, als ginge es um einen Pokal. Hier sind wirklich alle von der Leine gelassen und anders als in ähnlichen Filmen wie „Ballermann“ setzt dieser Film weniger auf Kotzkomik, sondern mehr auf Abstrusitäten, wie sie auch schon die Marx Brothers kannten.
Das macht sympathisch und das Endprodukt ist tatsächlich schwachsinnig, aber hinreichend lustig und kann mit zwei Dosen Bier problemlos als Starter genossen werden. Vorher aber unbedingt Clown frühstücken, Freundin wegsperren und den Albern-Modus an. (6/10)