Review

„Feuer, Eis und Dosenbier“ ist eine dürftige Teenieklamotte ganz im Stile von „Harte Jungs“, die mittelmäßig unterhält und dabei das Niveau ziemlich weit am Boden ansiedelt. Bei solchen deutschen Produktionen gehe ich im Prinzip immer sehr skeptisch an die Sache heran, aber was einem hier geboten wird, kann - so dämlich es oft auch ist - den ein oder anderen Lacher herausholen. Ich war durchaus erfreut, als ich zu Anfang doch desöfteren herzhaft lachen konnte, weil mir frische noch unverbrauchte Gags serviert wurden.

Die Story ist eigentlich unkompliziert und auch nichts neues. Es gibt zwei verschiedene Abschnitte, in denen es erstens um die Suche nach Heidi und zweitens um die Verteidigung des Berges geht. Der erste Teil des Filmes bietet meiner Meinung nach aber noch die besseren Gags. Das liegt vielleicht auch an den lustigen Hauptcharakteren, die einem besonders zu Beginn noch am meisten Spaß bereiten. Ein Rasta-Sanitäter, der Speed wie Brausetabletten in sich reinschmeißt, ist zumindest mal was neues (wenn auch wieder niveaulos). Sein Kumpel Josch (Axel Stein) und er sind dann auch noch ausgerechnet Zivis. Von den kleinen Abenteuern der Wehrdienstverweigerer hätte ich persönlich gerne noch mehr gesehen, denn mit zunehmender Länge schwächelt das Gagniveau doch etwas, denn der triste Bergalltag mit der steifen Heidi ist in der Tat manchmal zu langweilig. Es scheint schon fast so, als wenn der Witz des Filmes eine kleine Wendung macht, da zum Schluss hin vermehrt Anspielungen auf große Filmklassiker wie zum Beispiel „James Bond“ und besonders der deutsche „Leslie Nilson-Humor“ (so will ich ihn mal nennen) zu sehen sind. Teilweise wird es schlicht zu albern.
Axel Stein und Rick Kavanian machen ihre Sache gut, wobei für Stein solche Rollen in Teeniestreifen ja schon zur Gewohnheit geworden sind. Ansonsten ist auch der etwas lahme, aber trotzdem lustige Großvater eine Bereicherung.

Insgesamt ist „Feuer, Eis und Dosenbier“ eine noch akzeptable deutsche Teeniekomödie, die besonders zu Beginn unverbrauchte Gags zu bieten hat. Zum Ende hin verändert sich das Niveau ein wenig und schlägt eine alberne Richtung ein. Mit ein paar Dosenbier intus aber auszuhalten.

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