Mir hängen die deutschen Komödien wie "Harte Jungs" und dessen Sequel eigentlich zu den Ohren raus. Obwohl ich wusste, dass mir solche Filme wirklich nicht gefallen und ich mich wahrscheinlich nur darüber aufregen muss, ging ich in die Videothek, um mir sie anzusehen, ob ich vielleicht nicht doch überrascht werde. So verfuhr ich auch mit US-Filmen wie "American Pie" oder auch "Nicht noch ein Teenie Film". Doch von wirklich allen wurde ich enttäuscht. Letztens habe ich mir dann also die neueste deutsche, völlig hirnrissige Komödie, "Feuer, Eis und Dosenbier" ausgeliehen. Und ich muss sagen, es gibt doch noch Wunder. Da habe ich mir wirklich so gut wie jede Komödie ähnlicher Art anzusehen, um dann 15 Filme später endlich mal einen zu sehen, der mich wirklich das ein oder andere Mal zum Lachen bringt. Ich ging mit niedrigen Erwartungen an den Film ran, das muss ich gestehen, aber "Feuer, Eis und Dosenbier" macht das, was wirklich alle Vorgänger vermieden haben. Die waren zwar schon völlig hirnrissig und ohne jeden Sinn, verzichteten jedoch auf total unrealistische und übertriebene, auch utopische Elemente. Bei "Feuer, Eis und Dosenbier" kommt es aber schon mal vor, dass jemand auf Skiern die Schallmauer durchbricht, ein Pfarrer säuft und zum Fluchen beginnt, der Bösewicht halb Englisch und halb Deutsch spricht und einer der Hauptpersonen schon mal eine Nummer mit einer alten Oma schiebt. Auch die Story könnte nicht simpler sein, hat aber seinen gleichgesinnten Konkurrenten einiges voraus.
Josh und Türlich sind Zivis, aber nicht wirklich geschickt darin, da sie die meiste Zeit kiffen, saufen und jede Menge Scheiße bauen. Also werden sie kurzerhand gefeuert und zum Bund geschickt. Das kommt Josh und Türlich aber gar nicht gelegen und sie flüchten vor den Soldaten, die eines Tages vor ihrer Türe stehen. Sie finden sich in den Bergen wieder, wo sie schnell beschließen, dass sie zur Bergwacht gehören möchten, da sie so eine Menge hübscher Mädchen kennenlernen können. Das alles mündet aber in einer wahren Katastrophe.
Wenn man sich die Story so durchliest, fällt einem natürlich nichts Besonderes auf. Nur wenn man sich aber dann "Feuer, Eis und Dosenbier" ansieht, erkennt man, dass der Film gekonnt die Elemente verbindet, die "Harte Jungs" oder auch "Nicht noch ein Teenie Film" getrennt aufweisen können. Nämlich eine behinderte Story wie "Harte Jungs", die des Öfteren bekannte Filme und nicht nur Komödien parodiert, so wie es "Nicht noch ein Teenie Film" tut. Somit wird "Feuer, Eis und Dosenbier" keinesfalls zur Parodie, die die gleiche Story aufweist wie einer der Filme, den sie verarschen möchte, sondern die parodistischen Momente werden gekonnt in die Story eingebaut, ohne dass die völlig hirnrissigen und geschmacklosen Szenen verloren gehen.
Zweifelsohne ist "Feuer, Eis und Dosenbier" die beste Komödie seit langem, wie ich finde. Jeder, der bereits erwähnte Komödien wirklich lustig und sinnlos gefunden hat, wird von diesem Film hier begeistert sein, denn der schlägt seine Vorgänger um Weiten. 7/10 Punkte