Review

**SPOILER VORHANDEN**

Nach den meiner Meinung nach zwei letzten, üblen Zombiefilmen von Romero kommt nur "Survival of the Dead".

Entsprechend enttäusch von "Land" und "Diary" habe ich mir das Werk angesehen und vorab kann ich sagen, daß der Film Romeros Kultstatus im Bereich der Zombiefilme noch weiter runterreisst.

Man ändert sich eben im Laufe der Jahre - und das merkt man deutlich an seinen Filmen.

War "Night" noch ein Meisterwerk mit bedrohlicher Stimmung und "Dawn" ein kollosales und denkwürdiges Endzeitszenario brach die Serie nach dem noch ordentlichen "Day" doch gewaltig ein.

Was mir persönlich gar nicht gefällt sind die "denkenden" Zombies. Das passt imho einfach nicht. "Survival" übertreibt es hier nicht so wie "Land", aber ganz ohne Anleihen zu diesem Thema gehts auch nicht.

Die Story zeigt uns einige völlig blasse Soldaten, die ums Überleben kämpfen und sich im Laufe des Films auf eine Insel flüchten, auf der ein Redneck-Warlord das Regime führt.

Später im Film versucht dieser Redneck den Zombies beizubringen, statt Menschen Tiere zu verspeisen. Ahja...?!

Das ganze wird durch einen mehr oder weniger uninteressanten Plot untersetzt.

Was mir aber absolut nicht gefällt:

- Die Zombies im Film sind nun mal GAR NICHT bedrohlich. Meist werden diese mit einer Pistole abgeknallt, sogar zum Schluß als viele Zombies freigelassen werden, wirkt das nicht bedrohlich. Hier versteht es Romero nicht mehr, durch Einsatz von Kamera und Musik etwas bedrohliches aufzubauen. Ich erinnere mich noch an "Night". Das war der pure Horror. Schon alleine das "aus dem Haus schauen" war extremer Horror. Hier sind Zombies nur noch Statisten. Gähn

Ich persönlich bevorzuge langsame Zombies, aber diese hier sind doch etwas zu langsam. Das ist auch noch etwas, was mir auffiel.

Und das ist auch der Punkt, der den Film runterzieht. Es ist im Prinzip ein mittelmäßiger Actionfilm mit ein paar Zombies als Nebendarstellern und ein paar mehr oder weniger gelungenen Effekten.

Durch meine sehr lange Zeit als Horror-Fan bin ich nicht mehr nur auf Splatter fixiert. Aber "Survival" kann einfach nichts bieten.

Ich glaube, Romero hats verlernt. Schade, aber wahr...

Wenigstens haben wir die erste Trilogie von ihm - da war noch alles ok!

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