Chuck Norris in seinem mittlerweile dritten "Missing In Action".
Braddock kehrt nach Amerika zurück, weil er denkt, dass seine Frau gestorben ist. Zurück in den Staaten ist er jahrelang noch von dem vermeintlichen Verlust gezeichnet, bis er herausfindet, dass seine Frau noch lebt und er einen Sohn hat. Höchste Zeit, wieder nach Vietnam zu fliegen, obwohl es ihm untersagt wird (ein Ami meint, er solle niemandem auf die Füße treten, daraufhin Braddock: "Ich trete nicht auf Füße, ich trete in den Arsch!" ), die Familie zu treffen, dann natürlich von den wahrscheinlich fiesesten Vietcong-Drecksschweinen des ganzen Landes gefangen genommen und gefoltert zu werden, nur um einen brutalen Rachefeldzug zu starten. Nichts neues also.
Das ist die ganze "Story" im Großen und Ganzen.
Der Film ist anfangs recht langatmig und kann keine richtige Atmosphäre aufbauen, was aber daran liegen kann, dass ich die stark geschnittene 16er-Fassung im Fernsehen gesehen hab.
Die Folterszenen von Braddock fehlen eigentlich fast komplett und die Action wurde natürlich auch um einiges entschärft.
Da ich aber einen Schnittbericht mit entsprechenden Bildern gesehen habe, stelle ich mir einfach mal vor, dass es die Uncut-Version war, die ich geschaut habe.
Nach etwas langweiliger und actionarmer Einleitung (in der aber immerhin Braddocks nervige Frau erschossen wird) und Gefoltere gibt es richtig schicke Action: Genickbrüche, Explosionen, blutige Erschießeungen, und en bissel Gekloppe, wie es in den 80ern eben üblich war.
Da die Action ungefähr erst in der zweiten Filmhälfte zu bewundern ist, kann man die erste Hälfte eigentlich vergessen, dafür ist die zweite Hälfe eben umso besser und "befriedigender", will man doch alle Vietcong-Schweine (das ist jetzt auf die Vietcong-Typen im Film bezogen) schön sterben sehen.
Das tut man dann auch im guten Showdown, teilweise schön spektakulär in Zeitlupe. Chuck's Bruder Aaron hat wirklich viel aus aus den Actionszenen rausgeholt, alles schön schick inszeniert.
Die beste Szene (die ich leider leider leider nur aus dem Schnittbericht kenne... ) ist die, in der Chuck einem Vietcong-Kinderschänder zuerst sein Bajonett in den Bauch rammt und ihn dann mit einer aus seinem M16-Granatwerfer geschossenen Granate fliegen schickt; die Landung des Typen ist natürlich explosiv im wahrsten Sinne des Wortes. ;-)
Naja, alle tot, Chuck hat den Vietnamkrieg nachträglich gewonnen, einen Kinderschänder in seine Einzelteile zerlegt und kriegt von mir deshalb 6/10 Punkten.
Und nicht vergessen: Chuck Norris schläft nicht mit seiner Pistole unter dem Kissen, sondern mit dem Kissen unter der Pistole, außerdem findet er in jedem Raum mindestens 1593 tödliche Gegenstände (die Zahl ist auf den Raum an sich bezogen).