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Colonel James Braddock versucht im Jahre 1975 seine vietnamesische Ehefrau aus dem vom Krieg gezeichneten Vietnam herauszubringen. Leider kommt es während dieser Aktion zu einer Verwechslung und Braddock denkt, dass seine Frau bei einem Anschlag ums Leben kam. 12 Jahre später erfährt er, dass sie noch am Leben ist und er auch einen Sohn hat. Nichts kann ihn jetzt noch aufhalten.

Das Final der Missing in Action Trilogie erinnert stark an deren Anfang. Allerdings geht es diesmal statt um Kriegsgefangene, sondern um Braddocks Frau nebst ihm unbekannten Sohn, die er für tot hielt. Regie führte wie so oft Chucks jüngerer Bruder Aaron, leider ist nur das Script etwas weniger geglückt, denn so bekommt es der Zuschauer neben einem Haufen amerikanischer Freizeitgestaltung in Form von Mischlingskindern zu tun, sondern muß auch mitansehen wie Chuck Norris sich um emotionale Tiefe seines Charakters bemüht und ziemlich jämmerlich scheitert.
Er findet zwar seine ehemalige Frau und Junior wieder, allerdings wird sie schnell von einem rachsüchtigen General erschossen und die Familienzusammenführung mit dem bockigen 13jährigen gestaltet sich für Braddock nicht nur mimisch schwierig. Mich würde aber vor allem echt mal interessieren warum General Quoc auch nach 13 Jahren immer noch so einen Brass auf den Colonel schiebt, da wären einige Hintergrundinformationen echt nett gewesen. So macht sich der gute Mann mit seinen Wutausbrüchen und ewigen Hass Tiraden doch eher lächerlich.
Die besten Szenen verbrät der Film aber schon zu Beginn, denn nach Kriegsende hab ich die Wirren im Machtvakuum von Saigon noch nie so eindringlich wie hier erlebt, Chaos auf den Straßen, die Menschen wollen in die USA fliehen und die besiegte Großmacht versucht mit heiler Haut aus der Sache rauszukommen. Respekt, die Passagen sehen hier wirklich gut aus. Danach benötigt der Film allerdings sehr viel Anlauf um wieder in das gewohnte harte Braddock Fahrwasser zurückzukehren.
Ab der Hälfte darf er wieder mal wie gehabt mehrere Lager außer Gefecht setzen und neben Kicks und Ballerei ordentlich genickbrechen. Härtetechnisch gibt es hier einiges geboten und auch die Pyrotechniker hatten sichtlich ihren Spaß. Politisch ist mal wieder alles höchst uncorrect, aber wer sich daran stört, sollte eigentlich nach dem ersten Teil schon aufgehört haben zuzuschauen.
Großes Kinos isses jetzt nun wirklich nicht, aber solides Cannon B-Action Futter allemal. Einen vierten Teil in dem er auch noch amerkianisch-stämmige Haustiere befreit hats aber dann nicht mehr gebraucht.
6/10

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