Review

Dieser Film hat ja eine recht beachtliche Durchschnittsnote hier, obwohl man rein vom Titel her meinen könne, dass das so ein typischer 5,5 – Film ist. Doch dem ist meiner Meinung nach auch nicht so. „Leichenhaus der lebenden Toten“ ist von seiner Entstehungszeit (1974) her noch ziemlich früh dran und liegt somit auch noch 4 Jahre vor dem berühmten „Zombie – Dawn of the Dead“. Dafür allerdings auch 6 Jahre nach „Night of the Living Dead“, woran sich dieser Zombiestreifen wohl etwas orientiert.
Doch auf diesen Film hier kann man gespannt sein. Die Optik des Films ist wirklich klasse. Die schönen englischen Landschaftsaufnahmen im Charme der 70er-Jahre konnten mich wirklich sehr überzeugen und sie schaffen eine hervorragende Kulisse und Atmosphäre für diesen Film. Leider ist in der ersten Hälfte des Films zombie – und splattermäßig gar nichts los, in der zweiten Hälfte dafür umso mehr (zumindest zombiemäßig). Doch was ist dann mit der ersten Hälfte? Sie bietet eine sehr kurzweilige Handlung! Und zwar ist die Sache mit den Morden, in die das zufällig aneinandergeratene Paar verstrickt wird, durchaus kurzweilig und sehenswert! Und es macht auch sehr gespannt auf die zweite Hälfte. Die Kulisse für den Film bietet die ganze Zeit über schöne Landschaften, wie Wiesen und auch einen Friedhof, alles gelegen in hügeligen Gegenden. Das bleibt einem schon mal positiv im Gedächtnis.
Interessant ist auch die Idee, warum die Untoten diesmal in diesem Film umhergeistern. Und zwar ist es diesmal keine Seuche oder Virus, sondern ein neues landschaftliches Gerät zur Bekämpfung von Insekten. Und zwar sendet dieses einen schrillen Ton aus, der die Insekten vernichtet, aber dummerweise die verstorbenen Kadaver wieder zu neuem, mörderischen Leben erweckt.
Die Beschlagnahmung des Films macht natürlich gespannt auf die Gewalt. Also die Effekte sind für 1974 wirklich sehr gut gemacht, da kann man nicht meckern. Allerdings lässt die Quantität sehr zu wünschen übrig. Die Übergriffe der Toten auf die Lebenden sind zwar hart, aber leider nicht besonders zahlreich. Doch zum Schluss hin, häufen sich die Blutszenen etwas, aber man kann nicht wirklich von einem Splatterfilm sprechen. Das Problem ist eben, wenn jetzt zwei Splatterszenen dabei sind, die Gewalt verherrlichen, dann heißt es in Deutschland schon gute Nacht für den Film. Und wenn man solche Gründe hört wie „Skelett verbrennt in Nahaufnahme“ und deshalb Filme verboten werden............naja ich weiß nicht. Also dieser Grund wurde bei „Geisterschiff der schwimmenden Leichen“ angegeben. Die Optik von „Leichenhaus der lebenden Toten“ erinnert übrigens ein wenig an die Landschaften in „Die Nacht der reitenden Leichen“, der 3 Jahre zuvor in Spanien entstand.
Und besonders klasse bei „Leichenhaus der lebenden Toten“ sind die Ansichten der Zombies und ihre Geräusche. Das sieht wirklich so schön nostalgisch und atmosphärisch aus, das macht richtig Spass, da zuzusehen. Also dieser Film konnte mich schon ziemlich beeindrucken! Dass ich dem Film „nur“ 7 Punkte gebe, liegt eben daran, dass der Splattergehalt recht niedrig ist (da hätte man ordentlich auf den Putz hauen müssen) und auch daran, dass lange nichts von Zombies und Blut zu sehen ist. Das mag der eine jetzt wieder als gut, der andere als schlecht bezeichnen. Aber jetzt so im Nachhinein kann ich eigentlich auch sagen, dass es eben sehr gespannt auf die zweite Hälfte macht, wie ich oben schon sagte.
Ich bin im Besitz eines DVD Bootlegs, dessen Bildqualität aber sehr gut ist, genauso wie der Ton! Naja, aber wenn man sieht, wie unscharf die DVD bedruckt ist, dann lässt das zuvor Zweifel über die Qualität aufkommen..........

Fazit: Ein gutes Stück nostalgischen Zombie-Kinos! Fans müssen unbedingt zugreifen!

7 Punkte für diesen Film (hätten auch gerne mehr sein können)

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