Nach längerer Zeit und vielen gesehenen Filmen mal wieder ein Review, zu einem der meiner Meinung nach besten "Old-School"-Zombiefilme.
"Das Leichenhaus der Lebenden Toten" verfügt im Gegensatz zu den meisten seiner Artgenossen über eine ausgeklügeltere Handlung, recht gute (vor allem in Anbetracht der Entstehungszeit) Effekte und eine ganz nette Atmosphäre.
Zur Story nur so viel: Großstadttyp fährt aufs Land, Motorrad geht kaputt, Frau, die ihre drogenabhängige Schwester besuchen will, nimmt ihn mit. Währenddessen macht das Agrarministerium in der Gegend Versuche mit Kernstrahlung und Menschen sterben durch lebende Tote. Problem an der Sache: Die Polizei glaubt nicht an den Spuk und sieht unsere beiden Stadtmenschen als Täter.
Die Handlung mag so kurz zusammengefasst nicht sehr innovativ wirken, jedoch bekommt der Film gerade durch das Heranziehen der zweiten Storyline (Polizeigeschichte) mehr Schwung und ist daher anderen Zombiefilmen, die sich lediglich auf das Überleben der Hauptcharaktere beschränken, überlegen.
Dem "Leichenhaus der lebenden Toten" merkt man sicher an, dass der Film inzwischen bald 35 Jahre auf dem Buckel hat, jedoch wirkt der Film immer noch überzeugend und lässt auch stellenweise Spannung aufkommen, und wirkt nicht albern wie so manch ähnliches Werk. Sicher gibt es eine handvoll Stellen, an denen Aufgrund des Alters des Films unfreiwillig Humor auftaucht (in Puncto Weltbild und Sprachgebrauch), jedoch wird der Film dadurch nicht zur Trash-Granate, sondern erhält dadurch lediglich einen gewissen "Charme".
Werde ich mir sicher noch mal ansehen.