Review

Story:
Der Kunsthändler George will mit seinem Motorrad übers Wochenende aufs Land fahren. Auf dem Weg zu seinem Urlaubsziel wird sein Motorrad auf einer Tankstelle von einer jungen  Frau, Edna, angefahren und beschädigt. Daraufhin nimmt Edna George in ihr Auto mit.
Als die beiden einen Bauern nach dem Weg fragen, wird Edna von einem unheimlichen Mann angegriffen. Doch niemand glaubt ihr, da der Angreifer angeblich vor kurzer Zeit verstorben sein soll.
Als die beiden schließlich zu Ednas Schwester kommen, müssen sie feststellen, dass Ednas Schwager von demselben Mann ermordet wurde, welcher auch Edna angegriffen hat.
Schließlich wollen George und Edna der Sache auf den Grund gehen und kommen dahinter, dass eine radioaktive Insekten-Vernichtungs-Maschine dafür verantwortlich ist, dass kürzlich Verstorbene als blutdürstige Zombies aus den Gräbern steigen.
Allerdings will niemand den beiden glauben und die Polizei macht die beiden für den Mord verantwortlich. Doch inzwischen steigt die Zahl der Untoten immer mehr…

Kritik:
Wenn es um Zombiefilme geht, werden ja „Night of the Living Dead“ und „Dawn of the Dead“ meistens als Referenz genannt. Warum dieser Zombie-Klassiker dabei nicht genannt wird, ist mir ein Rätsel, denn er gehört mit Sicherheit zu den besten Filmen seines Genres.
Das liegt vor allem daran, dass er, im Gegensatz zu anderen Zombie-Filmen, eine sehr gute Story besitzt (meiner Meinung nach ist die Story dieses Filmes auch besser als in den genannten „Night…“ und „Dawn…“).
Die Idee, die Zombiegeschichte mit einer Kriminalgeschichte zu verbinden ist sehr gelungen und wurde auch gut umgesetzt. So bekommt man durchweg Spannung geboten und es wird nie langatmig. Außerdem besitzt der Film nicht so viele Logiklöcher, wie so manch andere Zombie-Streifen. Hier gibt es z.B. eine logische Erklärung warum die Zombies aus ihren Gräbern steigen und auch die Handlungen der Figuren sind nachvollziehbar, was ja meist immer ein großes Problem bei Horrorfilmen ist.

Womit der Film natürlich auch sehr punkten kann, ist die klasse Atmosphäre. Anstatt auf dunkle Bilder und heruntergekommenen Kulissen zu setzen, hat man die Handlung ins abgelegene, englische Hochland verlegt, was auch sehr gelungen ist. Hier gibt es altertümliche Dörfer, abgelegene Farmen und dichte Wälder. Außerdem gibt es eine absolut genial atmosphärische Szene, in der unsere Protagonisten auf einem Friedhof von einer Horde Zombies überfallen werden.
Den Rest macht dann noch die passende und sehr atmosphärische Musik. Die dunklen, beklemmenden Töne können ebenfalls völlig überzeugen.

Gore bekommt man hier auch geboten, allerdings nicht in dem Ausmaß, wie in anderen Zombiefilmen. Ein Kopf macht Bekanntschaft mit einer Axt, es wird gebissen, gekratzt und auch gestochen…aber das war es dann eigentlich auch schon. Die Effekte sind für das Alter des Filmes gut gemacht und können völlig überzeugen. Die Splatterszenen kommen allerdings nur in großen Abständen vor und sind bei weitem nicht so ausgeweitet, wie etwa bei Romero oder Fulci. Meiner Meinung nach kommt der geringe Gore-Anteil dem Film aber nur zugute, da irgendwelche übertriebenen Splatter-Einlagen die Story und Spannung kaputt gemacht hätten. Wer allerdings auf heftigen Gore steht, der wird hier etwas enttäuscht sein. Die Beschlagnahmung des Filmes ist für heutige Verhältnisse natürlich ein Witz.

Kommen wir nun noch zu den Schauspielern. Diese liefern hier natürlich keine Meisterleistung ab, machen ihre Sache jedoch recht gut und sind besser, als so manch Kollegen aus anderen Zombiefilmen. Die beiden Protagonisten wissen zu überzeugen und wurden Gott sei Dank nicht klischeehaft dargestellt. Dann wäre da noch der versteinerte Polizei-Inspektor. Dieser wurde meiner Meinung nach etwas zu extrem negativ dargestellt, da er auf Teufel komm raus den beiden Hauptdarstellern das Leben schwer machen will und teilweise recht raue Methoden anwendet, welche einfach zu aufgesetzt wirken.

Fazit:
Hier haben wir einen Zombie-Film, bei dem einfach alles stimmt: Gute Story, Spannung bis zur letzten Minute, ein gesundes Maß an Gore, eine tolle Atmosphäre und zufriedenstellende Darsteller. Meiner Meinung nach ist dies einer der besten Zombie-Filme aller Zeiten und es ist mir ein Rätsel, warum der Film nicht bekannter ist. Als Fan klassischer Horrorfilme gibt’s von mir glatte

10/10

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