Als allererstes möchte ich mal (wohl unbeliebterweise) kundtun, dass es mich langsam annervt, bei den Reviews zu Zombie- und zombieähnlichen Filmen immer alles im Vergleich zu Romero bewertet zu sehen. Können Filme nicht einfach mal unabhängig vom vermeintlichen Godfather - einfach in ihrem gesellschaftlichen und/oder entstehungstechnischen Kontext betrachtet werden? Als eigenständiger Film - oder auch eigenständiges Desaster?
Ok, das musste jetzt mal raus.
Leichenhaus der lebenden Toten also nun:
radioaktive Strahlung zur Insektenvernichtung als Auslöser der Wiedererweckung. Sicherlich nicht ganz zeitgemäß, aber effizient eingesetzt. Schon ein wenig moralisierend kommt der Film streckenweise dadurch daher, doch er zeigt auch ziemlich gut die Hilflosigkeit und Ignoranz ggü. einer offensichtlichen Bedrohung.
Auch, wenn es der ein oder andere wohl anders sehen mag, in sich logisch ist der Film sehr wohl, was die Grundmessage angeht - und auch konsequent. Erst werden nur "niedere Organismen" angesprochen - wie der obdachlose Dorftrottel oder Babies, auch die Reichweite der neuen Vertilgungsmaschinerie ist eingeschränkt, doch nach und nach können die "cleveren" Wissenschaftler ihre Reichweite und Effizienz erweitern.
Der Film baut jedenfalls sukzessive Spannung auf, die Atmosphäre wird immer mehr verdichtet - und die Szenerie auf dem Friedhof ist wirklich schauerlich und erweckt Grusel.
[spoiler]
Allein das Ende gefällt mir nicht - zuerst dachte ich, durch den ungerechten Erschießungs-Tod des Kunsthändlers wäre eine bittere Message gesetzt, aber, dass er dann noch zurückkehren und den tumben Dorfpolizisten erledigen darf, nimmt der ganzen Angelegenheit leider ein wenig Brisanz.