Der Student Jonathan Corliss, der seine Verlobte Dorothy Carlsson, Tochter des mächtigen Industriellen Thor Carlsson, gleich in der Eröffnungssequenz vom Dach eines Hochhauses wirft. Offenbar hätte ihre ungeplante Schwangerschaft zur Enterbung geführt, das konnte Jonathan nicht zulassen. Hinter seiner attraktiven Fassade verbirgt sich nämlich ein seelenloser Psychopath, der nur ein Ziel kennt - den sozialen Aufstieg bis zur Spitze des Carlsson-Unternehmens. Einige Jahre später sieht er sich fast am Ziel, als er Dorothys Zwillingsschwester Ellen heiratet und vom Schwiegervater herzlich in die Familie und die Firma aufgenommen wird. Doch dann beginnt Ellen etwas zu ahnen, und die Vergangenheit holt ihn ein.
Wenn man, wie ich, völlig unvorbereitet in den Film reingeht, wundert man sich doch gehörig, das die weibliche Hauptdarstellerin nach nicht einmal fünf Minuten blutig vom Dach geworfen wird, ausgerechnet von ihrem Verlobten Jonathan direkt das Standesamt runter. Sean Young darf aber nicht verfrühten Feierabend machen, denn sie spielt auch die Rolle der Zwillingsschwester Ellen, Tochter eines schwerreichen Kupfer-Tycoons, auf deren bzw. davor Dorothys Erbe Jagd per Einheiratung gemacht wird.
Allerdings ist dieser Mord nicht ganz nachvollziehbar. Dorothy war just schwanger und warum sollte Money Daddy sie dafür komplett verstoßen, ist doch eigentlich ein Grund mehr den Vater familiär zu integrieren. Zudem war sie absolut heiratswillig und hätte zumindest ein Mindesterbe bekommen, was zum gemütlich Leben immer noch locker gereicht hätte. Wirklichen Sinn macht diese Aktion jedenfalls nur bedingt. So muß Jonathan Plan B auspacken. Er verändert seinen Namen und mach sich dann an Zwilling Ellen heran, während niemand ahnt das er davor mit der Schwester zusammen war.
Um das dauerhaft sicherzustellen nimmt er eine andere Identität an, nennt sich jetzt Jay, und sieht sich genötigt diverse Leute abzumurksen, die seine Scheinrolle entlarven könnten, während Ellen krampfhaft damit beschäftigt ist, zu beweisen das Schwesterherz niemals nicht freiwillig sich in die Gewalt der Schwerkraft begeben hat, sondern ein Mord dahintersteckt. So heiraten die beiden sogar, aber es ist klar das die Blase irgendwann platzt.
Ohne jetzt das Original von 1956 vergleichen zu können, ist das Remake nur bedingt ein richtiger Thrill. Viele Handlungen der Personen sind kaum nachvollziehbar. Ich würde mir jetzt persönlich doch eher die nächstbeste reiche Ische suchen, anstatt die Schwester der von mir ermordeten. Wenig Sympathien erzeugen auch die Darsteller und ihre Figuren, während die guten Akteure in Elternrollen verschlissen werden. Spannung ist zwar vorhanden, aber nicht in dem Maße das die Fingernägel zum anknabbern locken würden. In dem Genre gibt es bessere Vertreter.
5/10