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Jake Bridges (William Petersen) ist ein erfolgreicher Journalist, bevor er eine Blockade bekommt und beruflich in ein tiefes Loch stürzt, ein Loch schließlich, das ihn den Job kostet. Frisch entlassen nach hause gekommen wartet eine weitere böse Überraschung auf ihn. Er ertappt seine Frau inflagranti mit einem anderen Mann im Bett. Ein Tiefschlag von dem er sich nicht so schnell erholen kann. Er verlässt seine Wohnung und machte sich auf den Weg nach Atlantic City, wo er fortan ein trostloses Dasein als Dauertrinker in versifften Bars frönt. Als er sich mit dem unangenehmen Schläger Lew Collins (Meat Loaf) anlegt, gegen den er zwangsläufig den kürzeren ziehen muss, kommt ihn Frankie McGregor (Michael Wincott), seines Zeichens Geldeintreiber einer Mafia-Verbindung, zur Hilfe. Das Frankie den Schläger zunächst nur aus beruflichen Gründen verkloppt, ändert nichts an der Tatsache, dass er anscheinend sofort tiefe Sympathie zu Jake empfindet. Frankie nimmt den arg mitgenommenen Jake mit nach hause, wo seine Frau Melissa (Diane Lane), die Krankenschwester ist, sich um ihn kümmert und seine Blessuren versorgt. Jake verliebt sich sofort in die hübsche Melissa, was seine Situation nicht gerade vereinfacht. So beschließt er auch sich auch möglichst bald aus dem Staub zu machen.
Es zieht ihn jedoch etwas zurück zu Melissa und Frankie. Was bewegt ihn dazu? Ist es seine Zuneigung zu Melissa?
Die Nähe zu Melissa hätte er sicherlich auf einen anderen Weg und ohne das Beisein von Frankie arrangieren können. Jake hat andere Gründe zurückzukommen. Gründe, die ich hier nicht verraten werde.
Wie auch immer, fortan scheinen Jake und Frankie die besten Freunde zu sein, während sich zeitgleich und von Frankie unbemerkt eine Affäre zwischen Jake und Melissa entwickelt.
Frankie führt Jake ins Gangster Milieu ein, während Jake Frankie die Literatur näher bringt. Ein Dreiecksbeziehung, die zur Zeitbombe zu werden droht. Jack und Melissa sind sich der Gefahr bewusst, die von Frankie ausgeht, denn es ist völlig ungewiss, wie Frankie reagieren wird, wenn er von der Affäre erfährt.
Frankie hat jedoch ganz andere Probleme, ist er doch bei seinem geliebten Boss in Ungnade gefallen.
Er wird vor einer schweren Prüfung gestellt. Eine Prüfung die er ohne Jakes Hilfe nicht bestehen kann und die ihn am Ende vor einer völlig verdrehten Realität stellt.

Gunshy ist ein Thriller, der sehr stark auf die Verbindungen der einzelnen Charaktere eingeht. Es geht um Dinge wie Liebe, Hass, Freundschaft, Verrat und Enttäuschung. Die Intensität, mit der Regisseur Jeff Celentano dies darstellt, habe ich in dieser Form nur bei John Woo Filmen erlebt. Es sind einfache Dinge des Films, die Jeff Celentano an die Nähe von John Woo rücken: Da sind z.B. schwebende Federn und der Einsatz klassischer Musik an bestimmten Stellen und ganz besonders die zum Teil widersprüchlich erscheinenden, sehr intensiven Beziehungen der Figuren zueinander. Man kann sagen, dass Celentano die Vorgaben, die ein John Woo Film abverlangt blendend umgesetzt hat, ohne jedoch jemals die Intensität von bspw. „A Better Tomorrow“ zu erreichen.

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