Review

Biographien und Dokumentationen sind oftmals staubig, mit parteiischen Kommentaren belasted oder langweilig.
Crumb jedoch zeigt unverbluemt eine Retrospektive eines kaputten Genies und dessen noch sehr viel kaputteren Umfeldes.

Robert Crumb wurde durch seine Beitraege zum Hippie/Psychedelic/Undergroundcomicmagazin 'Zap' beruehmt, seine Illustrationen und Figuren erlangten das Tageslicht und wuehlten somit die Comic Szene rund um Disney und die in Amerika so beliebten Superhelden maechtig auf.
Riesige, in den Waeldern lebende Bigfootfrauen, an denen sich kleine Buerokraten kuscheln und somit die sexuelle Erfuellung ihres Lebens in etwas feuchtem, seeeeeeehr behaartem finden, hatte bis dorthin noch nie jemand gesehen.

Die Dokumentation zeigt die alten Plaetze, an denen Crumb gearbeitet hat, Interviewt Ex-Kollegen und Ex-Frauen ebenso wie die Mutter und den Bruder von Crumb.

Der Bruder, der in akribischem Wahn ueber Jahre hinweg ein Tagebuch mit winzig kleinen Buchstaben fuellt und mit Ende 40 immer noch bei der Mutter wohnt ist noch laengst nicht alles.

Sehr viele gestoerte Rueckblicke in Crumbs Kindheit darf man hier erleben, sich geekelt abwenden oder gehaessig lachen.

Meiner Meinung nach eine sehr viel kaputtere Familie als die good old Texas 'TCM' Family, wobei Crumbs Bruder locker Leatherface repräsentieren kann...

Zudem klaert Crumb einiges auf, was die 70er aus dem herausinterpretiert haben, was er so zeichnete.
Modewellen, die aus Skizzen entstanden, die er im Wahn, auf Drogen oder schlichtweg im Dreck fabrizierte.

Eine Interessante Doku fuer Freunde der 70er, Comics, der psychedelischen Bewegung allgemein und natuerlich solchen Highlights wie 'Fritz the Cat'.

Sehr zu empfehlen.

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