Review

Familie Carter unternimmt einen Ausflug. In der Einöde der amerikanischen Wüste verirren sie sich und geraten an eine Kannibalensippe, die scharf auf das Baby der Carters ist ...

Befand sich Wes Craven mit seinem „Last House on the Left" noch jenseits des guten Geschmacks, schaltet er für „The Hills Have Eyes" einen Gang zurück und präsentiert uns einen 70er-Jahre Horror-Slasher der damals harten, aber heute leicht verdaulichen Art.

Dass das diesjährige Remake von Alexandre Aja da weitaus brutaler ausgefallen ist, versteht sich von selbst, doch die Story ist nahezu identisch.

Bis zum Überfall auf den Wohnwagen und die Entführung des Babys gibt es kaum Unterschiede. Die Intensität dieser verstörenden Szene ist übrigens nicht schlechter eingefangen als im Remake!

Im Anschluss - da wo Aja auf Tempo und übelste Gore-Effekte setzt, bleibt das Original betulich. Die Action wirkt dem niedrigen Budget angepasst. Genauso verhält es sich mit den blutigen Details. Davon gibt es recht wenig zu bestaunen. Und trotzdem war das Geschrei bei Kritikern und Sittenwächtern groß. So ändern sich die Zeiten!

Wer sich den Streifen als Vergleich zum Remake zulegen möchte, greift am besten zur britischen DVD von Anchor Bay. Diese ist immerhin uncut. Die deutsche DVD weißt nach wie vor etliche Schnitte auf.

Ähnlich wie in der Neuverfilmung standen auch Wes Craven kaum namhafte Darsteller zur Verfügung. Lediglich Dee Wallace („Das Tier", „E.T.") und Michael Berryman waren mir bekannt. Dee Wallace befand sich noch am Anfang ihrer Karriere und ist nur in einer Nebenrolle dabei.

Fazit:
Das legendäre B-Movie wirkt neben seinem rabiaten Remake teilweise wie ein harmloses Kinderfilmchen. Dennoch ist und bleibt das damals kontroverse Werk ein unterhaltsamer Klassiker! 7/10 Punkten.

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