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Mit einem Minimalbudget von nur 230000 Dollar drehte Wes Craven " Hügel der blutigen Augen " und damit seine zweite Regiearbeit. Damit gelang ihm entgültig der Durchbruch, denn die Idee war damals einmalig und noch nicht vorhanden. Auch das Drehbuch verfasste er selbst. Bei uns kam der Film jedoch erst mit zweijähriger Verspätung in die Kinos, da man einige Änderungen vornehmen musste, zum Beispiel bei der Story. In der deutschen Fassung handelt es sich um Ausserirdische und im Original um atomar Verseuchte. Daher musste man prakrisch teils völlig neue Dialoge erfinden, deshalb ist die deutsche Synchro nicht gerade der Bringer, lieber in Englisch ansehen, da kommt das Ganze besser rüber. Craven beteiligte sich auch an der Produktion des Remakes von 2006.
Story:
Die Großfamilie Carter ( Robert Houston, Susan Lanier, Dee Wallace Stone u.a. ) ist auf dem Weg in den Urlaub nach Kaliforien. Mitten in der Wüste haben sie jedoch einen Unfall. Vater Bob ( Robert Houston ) und Schwiegersohn Doug ( Martin Speer ) machen sich auf den Weg um Hilfe zu holen. Doug kehrt bald ohne Erfolg zurück, doch Bob taucht nicht wieder auf. Auf einmal werden die Carters Nachts von unheimlichen Gestalten angegriffen, welche in den Bergen hausen. So beginnt ein blutiger Überlebenskampf, denn die Kreaturen wollen erst ruhen, wenn alle tot sind.

Bis dato 1977 hat es so eine Story noch nicht gegeben, daher konnte Craven große Erfolge mit diesem Film erzielen und es gab ettliche Nachahmungen des Themas. Man darf hier aber keinen Horrorfilm der Neuzeit erwarten, man muss sich schon an die 70er Jahre anpassen, doch für damals war das wirklich ein absoluter Knaller. Allein schon die Atmosphäre ist sehr unheimlich gestaltet und hier leben die atomar Verseuchten in einer Höhle. Die gruseligen Sounds erinnern ein bisschen an TCM und erzeugen zusätzlich Spannung. Craven lässt den Zuschauer auch nicht all zu lang warten bis man zum Angriff bläst, nur die Bergbewohner selbst hält er uns recht lange vor, welche dann teils auch verunstaltet aussehen und etwas von Steinzeitmenschen haben.
Der Angriff auf den Wohnwagen ist wirklich spannend geworden und die Vogelaustrinkszene hat man auch ins Remake übernommen. Dazu gibt es einige blutige Szenen, wie die Verbrennung des Vaters, diverse Einschüsse, kleinere Keilereien, oder die Erdolchung am Schluss. Für diese Zeit sieht das Ganze verdammt professionel und ist sehr hart anzusehen. Passieren tut auch ständig etwas, so dass Längen fast ganz vermieden werden können. Wenn man sich das Original so ansieht, dann merkt man, dass das Remake eigentlich fast 1:1 kopiert wurde und nur mit zusätzlichen Szenen und Brutalitäten aufwartet, die hier allein wegen des winzigen Budgets unmöglich gewesen wären.
Von den Darstellern darf man hier nicht zuviel erwarten, vor allen nicht mit der deutschen, verfälschten Synchro. Aber mit Robert Houston als Bob, Susan Lanier als Mutter und Dee Wallace Stone als älteste Tochter sind einige bekannte Gesichter mit an Bord. Michael Berryman als Pluto, macht seine sehr gut, er hat auch das Aussehen dazu.

Fazit:
Kultfilm mit dickem Nostalgiebonus. Unheimliche Kulisse, schräge Sounds, ziemlich spannend. Für diese Zeit super in Szene gesetzt und ganz schön brutal. Die Darsteller machen ihre Sache gut.
Ein Film den man gesehen haben muss und bitte nicht all zu stark mit dem Remake vergleichen, dafür ist der Zeitunterschied zu groß.

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