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Eine Großfamilie (Papa, Mama, Oma und erwachsene Kinder mit Anhang und Nachwuchs plus Hunde) ist mit dem Wohnwagen unterwegs nach Kalifornien. An einer Tankstelle mitten in der Pampa werden sie vom nuschelnden Tankwart gewarnt, nicht die Hauptstraße zu verlassen. Leider verirren sie sich, und das Auto läuft auf einen Busch auf und wird dabei beschädigt, wodurch eine Weiterfahrt unmöglich ist. Der Vater, ein Polizist, läuft zurück zur Tankstelle, um Hilfe zu holen, während der älteste der beiden erwachsenen Söhne in die andere Richtung aufbricht. Der Rest der Familie bleibt beim Wohnwagen. Währenddessen hat eine Gruppe von radioaktiv verstrahlten Kannibalen unsere Familie schon ins Visier genommen...

The Hills Have Eyes ist einer dieser netten Horrorfilme, wie es sie eigentlich nur in den 70er Jahren gab: völlig ironiefrei, bösartig und gemein. Die Zutaten sind ein recht simpler Plot und eine von Anfang an beunruhigende Atmosphäre. Obwohl Wes Craven nur ab und zu die Splatter-Keule auspackt, liegt ständig Gewalt in der Luft. Parallelen zu Texas Chainsaw Massacre sind nicht von der Hand zu weisen.

Gleichzeitig funktioniert der Film ansatzweise auch als Satire, weil die Menschen aufgrund der unmittelbaren Nähe zu einem Testgelände der Armee durch die radioaktive Strahlung zu Kannibalen „mutiert“ sind. Diese kritischen Untertöne hätte Wes Craven aber ruhig noch ausbauen können. Warum in der deutschen Fassung der Sinn völlig verfremdet wurde und in der „Übersetzung“ aus Kannibalen plötzlich Außerirdische werden, ist mir ein absolutes Rätsel. Dadurch gehen die Seitenhiebe in der deutschen Synchronisation verloren, und der ganze Hintergrund wirkt etwas albern. An manchen Stellen wurde die Originalfassung nicht übersetzt, sondern ein komplett anderer Text erfunden – und ich spreche dabei nicht von ein paar Worten, sondern von minutenlangen Dialogen.
Für die Originalfassung 8/10, für die deutsche Fassung nur 6,5/10.

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