Nach dem Skandal um den Rape & Revenge-Schocker "Last House on the Left" durfte Wes Craven angeblich fünf Jahre lang keinen Film mehr drehen. Als er sich dann 1977 wieder auf den Regiestuhl setzte um sein Werk fortzusetzen, kam mit "Hügel der blutigen Augen" einer der absoluten Klassiker des Backwood-Horrors heraus. Ähnlich roh, nur weniger brutal und subtil als sein Vorgänger, leider wohl auch der letzte richtig gute Streifen des Mr. Craven (Ja, Freddy-Fans, steinigt mich nur... Ich steh dazu!!!), der dann immer mehr in Richtung Kommerz abdriftete.
Dem Regisseur gelingt ein Spagat zwischen unterschwelligem Grusel in der etwas langsam anlaufenden ersten, und blankem Entsetzen in der zweiten Hälfte. Während er zu anfangs noch auf bedrohliche Atmosphäre und die Angst vor dem Unbekannten setzt, gibt ab der zweiten Halbzeit kein Bremsen mehr: Es wird einem Vogel der Kopf abgebissen (Sieht man natürlich nur ansatzweise...), ein Schäferhund zerfleischt einen der Rednecks, nicht zu vergessen den gekreuzigten und gegrillten Familienpapi. Es geht also deftig heftig zur Sache. Da stört es kaum, dass die Killerbande aussieht wie Höllenmenschen (Sollen in der deutschen Fassung sogar Aliens sein, har!), schließlich haben die den unvergleichlichen Michael Berryman am Start, und der braucht gar kein Make-Up um furchterregend rüber zu kommen...
Fazit: Ein echter Klassiker mit viel Atmosphäre, Grusel, Blut und etwas Sadismus. Sollte man als eingefleischter Horrorfan auf jeden Fall gesehen haben!