4-fach Oscar-prämierter Spätwestern von und mit Clint Eastwood.
William Munney war einst ein gefürchteter Revolverheld. Jetzt hat er sich mit seinen Kindern als Schweinefarmer zur Ruhe gesetzt. Als jedoch einer Prostituierten das Gesicht zerschnitten wird und deren Kolleginnen ein Kopfgeld auf die Täter aussetzen, greift Munney noch einmal zur Waffe ...
Mit einer absoluten Top-Besetzung erwartet den Zuschauer Starkino pur. Gene Hackman, Morgan Freeman und Richard Harris brillieren neben Eastwood in ihren Rollen. Hackman hat als skrupelloser Sheriff, der für Recht und Ordnung auch selbst mal das Gesetz bricht, einfach Weltklasse!
Alles könnte so schön sein, wäre die Story nicht so verdammt langatmig umgesetzt worden. In 90 von 120 Minuten schildert Eastwood die Reise von William Munney und seinen beiden Partnern Ned und Schofield Kid in allen nur erdenklichen Einzelheiten - unnötig schleppende Dialoge inbegriffen.
So gelingt Eastwood aber eine differenzierte Charakterzeichnung, die man bei genauem Hinsehen in kaum einem anderen Genre-Film wieder findet. Keiner der drei "Helden" (eigentlich gibt es hier keine Helden, kein Gut und Böse) scheint das Zeug zum Killer zu haben. Schofield Kid ist ein Angeber, Munney weit fertig und Ned kann keiner Fliege etwas zu Leide tun. Erst in Finale zeigt sich, dass hinter Munneys kaltblütiger Vergangenheit nicht nur heiße Luft steckt.
Fazit:
Manchmal ist weniger einfach mehr. So penibel hätte Eastwood mit der Geschichte und den Figuren nicht sein müssen. 6/10 Punkten.