Review

Warnung: Alle denen sich beim Wort "Amateurhorror"schon die Fußnägel aufrollen,bringen sich (und ihre Fußnägel) lieber schnell in Sicherheit, der Rest darf gern weiterlesen.

Story:

Kurz und knapp : Hostel ohne die die erste halbe Stunde American Pie-Lowlight. Eine Gruppe junger Leute, welche sich auf dem Weg in den Urlaub befindet, wird bei einem kurzen Zwischenstopp in Frankfurt gefangen genommen und dezimiert.

Kritik:

Diese Kritik kann möglicherweise leichte Spoiler beinhalten, was bei La petite mort zwar nicht sonderlich ins Gewicht fällt,trotzdem kurz erwähnt werden soll.

Die Story um die 3 jungen Erwachsenen beginnt recht glaubwürdig und natürlich. Die drei blödeln etwas herum und schlendern durch die Stadt - Overacting gibts hier kaum zu sehen. Nachdem dies oftmals in Amateurproduktionen zu bemängeln ist, führe ich dies hier mal als ersten Pluspunkt auf.
Diese Glaubwürdigkeit wird allerdings im Lauf der Handlung etwas verspielt, da das Overacting zunimmt und in dem "Suppendialog" dann seinen Höhepunkt findet.

Die Blinde im Bunde stellt an sich einen interessanten Charakter dar, wessen Potential leider nicht genutzt wird. Vielleicht hat jemand hier Jennifer 8 gesehen und kann diesen Gedankengang möglicherweise nachvollziehen. Auch das Verhältniss zwischen der Hausherrin "Maman" und ihren beiden "Töchtern" ist meiner Meinung nach mehr als unglaubwürdig, vor allem da es schon wieder so übertrieben in Szene gesetzt wurde.Meines Erachtens nach, ist die Rolle der "Maman" auch mehr als fehlbesetzt, der glaube ich kein Wort was sie sagt. Auch die Person von "(Master) Klaus de[m] Kobold" verdient hier in der Meckerecke des Reviews eine Erwähnung - hier muss der Regisseur doch selbst gemerkt haben wie bescheuert das klingt?! Wie oben schon erwähnt stellt dann der "Suppendialog" den Höhepunkt des Ganzen dar, hier wandert dann die Hand unweigerlich vors Gesicht.

Nachdem Olaf Ittenbach für die Effekte verantwortlich ist, weiß der geneigte Splatterfan was ihn erwartet :

Alles in allem ein ziehmlich brutaler Film, welcher zumindest in dieser Hinsicht das große Vorbild mehr als deutlich aussticht.Die Effekte sind ziemlich gut geworden und teilweise richtig schön eklig - Zartbesaitete lassen lieber die Finger davon. Was ebenfalls gelungen ist, ist die Gestaltung der Schauplätze.Das oben bereits angeführte glaubwürdige Acting im ersten drittel des Filmes kommt gut.

Fazit:

Unter Berücksichtigung des geringen Budgets und dessen, das La petite mort einen zielgruppengerichteten Film darstellt, bleibt unterm Strich ein ganz passabler Splatterfilm, welcher sich zwar von einem Blockbuster weit entfernt ist, jedoch Genrefans zufrieden stellen dürfte. Auch wenn hier und da doch Abstriche gemacht werden müssen.

6/10

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