Review

Handlung:

Ein Rudel amerikanischer Schüler ist auf dem Weg zum Flugzeug nach Paris. Als sie drinsitzen, bekommt einer von ihnen, Alex Browning, es plötzlich gehörig mit der Angst zu tun: er hatte gerade eine sehr echt wirkende Vision von der Explosion des Flugzeugs. In Panik verläßt er den Flieger, nebst einigen anderen Schülern, die teils freiwillig, teils unfreiwillig mit aussteigen. Kurz daruf passiert genau das, was Alex vorausgesehen hat. Erschüttert und verwirrt fahren die Überlebenden nach Hause. Alex wird fortan vom FBI überwacht. Bald beginnt eine Reihe äußerst merkwürdiger Todesfälle, die wie Unfälle oder Selbstmorde wirken. Nach und nach holt sich der Tod auch die Überlebenden des Fluges. Steht vielleicht hinter dem allen ein großer Plan?

Ganz klar: Final Destination ist ein leider noch zu unbekannter filmischer Geniestreich mit einer genialen Grundidee, sympathischen Schauspielern und vor allem Schocks, Spezialeffekten und fiesen Ideen vom Feinsten. Der Tod selbst tötet eben tausendmal kreativer als irgendein Jason oder Michael Myers, und es ist zugleich belustigend und erschreckend, in welchen banalen alltäglichen Situationen der Tod lauern kann; auch das ist eine Lehre dieses Films. Hier wird jeder Nagel, jede Glasscherbe und jedes Stromkabel zur lebensbedrohlichen Gefahr, und stets wird man noch getäuscht und der Tod kommt doch woanders her, als man eigentlich dachte. Wo der Film ein klein bißchen schwächelt, ist die Fachsimpelei über den Plan des Todes; hier wirkt einiges ein wenig zu konstruiert, aber trotzdem bleibt Final Destination ein moderner Klassiker des Horrorfilms, den man auch ins "Mystery"-Genre einordnen könnte; unter anderem haben hier auch die Produzenten von "Akte X" die Finger im Spiel, was den Film vielleicht stilistisch beeinflußt hat. Hier geht es nicht nur um Haudrauf-Schockeffekte, sondern über allem schwebt eine bedrohliche Atmosphäre der Unvorhersehbarkeit. Der Flugzeugunfall wie die Todesszenen sind kreativ und rasant inszeniert, wie man es nur in wenigen Filmen findet. Zudem wird einem der Spaß nicht durch seltsame Figuren vermiest, sondern die Charaktere wirken sympathisch und ungewöhnlich lebensnah.
Im ganzen hat FD auch etwas von einem philosophischen Film, da er auf die Frage, ob unser Leben bzw. dessen Ende von einer unfaßbaren Instanz bestimmt wird, einen interessanten Denkansatz liefert.

Sehr lobend hervorzuheben ist auch die DVD-Veröffentlichung des Films, die alle möglichen interessanten Extras bietet, unter anderem einen sehr interessanten Bericht über die gravierenden Änderungen des Films, die nach einem "Test-Screening" vorgenommen wurden und die einen (allerdings offiziellen und wohl ziemlich beschönigten) Einblick in die Publikumsarbeit und Marktstrategien von Filmfirmen wie in diesem Falle New Line Cinema bieten.

Final Destination (wie auch der Nachfolger) ist also wärmstens zu empfehlen!!

Details
Ähnliche Filme