Review

Achtung, Spoiler!

Nach ,,Scream“ (1996) folgten ja zahlreiche Nachahmer, die sich allesamt mit ,,Freitag, der 13.“, ,,Halloween“ oder eben ,,Scream“ identifizieren. Mit ,,Final Destination“ kommt eine neue Innovation in an das angestaubte Teenie-Slasher-Genre, denn hier wird noch ein übernatürlicher Aspekt mit eingemischt. Und dieser Mix funktioniert!
Der Prolog mit dem Flugzeug, inwiefern man dies Prolog nennen kann, ist ziemlich lang geraten und stellt schon einen Großteil des kompletten Filmes dar. Der Film beginnt von Anfang an recht atmosphärisch und unterstreicht das mit entsprechenden Zooms auf verschiedene Gegenstände, dass es einem Angst und Bange wird (okay, vielleicht a bisserl übertrieben *gg*). Die erste Hälfte des Films konzentriert sich klar auf Mystery und die zweite dann auf das übliche Slasherprinzip, wenn auch ohne ,,richtigen Killer“. Denn der Tod tritt hier nicht als Person oder Gestalt in Erscheinung (wie etwa als Sensenmann, oder ähnliches), sondern man sieht immer nur die Auswirkungen. Auch scheint der Tod an gewisse Regeln gebunden zu sein, bzw. scheint seine Macht eingeschränkt zu sein, denn die Protagonisten müssen immer durch dumme Zufälle sterben. Der Tod hat also nicht die direkte Möglichkeit, jemanden sterben zu lassen, wenn dieser jemand seinen Plan durchkreuzt hat, sondern jedes Mal muss eine Verkettung unglücklicher Missstände zum Abgang führen. Beispiel hierfür wäre der Tod von Ms Newton. Nachdem sie ein Wasserglas auf den Computerbildschirm gestellt hat tropft Wasser hinein, es beginnt zu rauchen, sie geht näher hin und der Bildschirm explodiert. Deshalb hat sie eine Glasscherbe des Bildschirms im Hals stecken (so was kann mir mit meinem Flachbildschirm nicht passieren *gg*), usw.; oder als der eine Typ kurz nach der Sache mit dem Zug von einem umherfliegenden Blechteil geköpft wird. Also nicht nur ist alles so ,,zufällig“, sondern es bleibt auch die Logik sehr auf der Strecke, da man mit allem ,,Möglichem“ rechnen muss. Also wirken die Sterbeszenen teilweise schon recht trashig.
Desweiteren kommen die Darsteller recht schnell hinter die Ereignisse. So verkündet der Bestatter, dass der Tod einen Plan hätte und sie doch aufpassen sollen; und Alex findet sofort heraus, wie die Todesreihenfolge seiner Freunde festgelegt ist, das geht alles etwas zu einfach. Doch die Schockszenen sind flott geschnitten und es wurde auf eine passende Musikunterlegung geachtet, das ist wirklich sehr gut gelungen.
Unter den Darstellern sind nicht gerade bekannte dabei. Die Hauptrolle des Alex spielt Devon Sawa (,,Die Killerhand“), und mit ihm ist die Rolle ziemlich gut besetzt.

Dialoghighlight:
,,Netter Versuch. Den Angelhaken hab ich übersehen.“

Fazit: ,,Final Destination“ besitzt eine sehr interessante Story, auch wenn sie leider ziemlich vorhersehbar ist. Die Laufzeit von 88 Minuten ist für so einen Hollywoodstreifen ebenfalls relativ gering, ,,Final Destination“ wäre wohl eher so ein typischer 105 Minuten Film gewesen, denn man hat sich hier wirklich nur auf das Wesentliche beschränkt, es gibt eigentlich keine Nebenhandlungen, wie etwa die Beziehung zweier Menschen oder eine Party, die irgendwann mal stattfindet (vgl. ,,Scream“, ,,Freddy vs. Jason“)

7/10

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