Review

Auch " Final Destination " lässt sich in die von " Scream " ausgelöste Slasherwelle einreihen, ist jedoch storymäßig mal etwas völlig anderes. Akte X Regisseur James Wong liefert einen spannenden Nägelkauer, zu dem er selbst mit Glen Morgen das Drehbuch verfasste. Zusammen verfassten sie schon mehrere Drehbücher zu Akte X Folgen. Das Budget war nicht sonderlich groß, die Einspielergebnisse dafür gigantisch. Deshalb gibt es bis heute auch schon zwei Sequels, welche die gute Idee aber 1:1 übernahmen.
Story:
Alex Browning ( Devon Sawa ) hat bevor er in den Flieger nach Paris steigt einen schrecklichen Alptraum, dass die Maschine explodiert. An Bord packt ihn dann die Angst und ein paar Mitschüler ( Ali Larter, Kerr Smith, Seann William Scott ) und er werden von Bord gebracht. Kurz darauf explodiert die Maschine wirklich. Erstmal glücklich das Inferno überlebt zu haben, ahnen die Teenager nicht, dass sie die Pläne vom Tod höchstpersönlich durchkreuzt haben. Dieser beginnt nun Einen nach dem Anderen seinem Schicksal zuzuführen und Niemand scheint ihn aufhalten zu können.

Eine sehr originelle und hochspannende Story unterscheidet den Film von den anderen Slashern. Das Ganze besitzt zwar ein paar kleine Schnitzer, aber die überraschenden Wendungen und die interessante Darstellung machen das wieder wett. Zudem baut der Film eine unheimliche Atmosphäre auf, welche Einem mehrere Schauder über den Rücken jagt. Viel Regen, Stürme, Gewitter und die Unwissenheit, dass der Tod jederzeit zuschlagen könnte, machen " Finale Destination " zu einem echten Nägelkauer. Die Nachfolger waren zwar rasanter, jedoch konnten sie nie dieses hohe Spannungsniveau erreichen.
Der Bodycount ist hier noch niedriger und die Goreeffkete sind zwar vorhanden, aber noch lange nicht so explizit. Unblutig geht das Ganze aber auch nicht von Statten. Das Erdrosseln in der Badewanne, das Überfahren mit dem Bus, der Tod mit der Scherbe im Hals, oder der abgetrennt Kopf sind schon recht heftig anzusehen. Vor allem kommt alles immer so plötzlich und durch die Verkettung von Zufällen, man kann nie vorhersagen wann der Tod nun zuschlägt, obwohl man die Opfer vorher kennt und das Ganze dann nach dem 10 Negerlein Prinzip abläuft. Doch jeder Mord wird sehr spannend vorbereitet und ist prächtig in Szene gesetzt. Dazu gibt es eine Menge Sachschäden und große Explosionen. In der zweiten Hälfte lässt die Spannung etwas nach, dafür nimmt der Actionanteil deutlich zu und den ganzen Film über bekommt man neue Wendungen präsentiert. Der Schluss ist natürlich bitterbös und ist auf eine Fortsetzung ausgelegt.
Schön auch mal richtige gute Jungschauspieler am Werk zu sehen. Devon Sawa ist als Alex sehr überzeugend, während Ali Larter als Clear am besten agiert. Kerr Smith verkörpert das Arschloch der Truppe, während Seann William Scott mal kein Großmaul, sondern ein Weichei darstellt. Ein netter Sidekick ist der charismatische Tony Todd.

Fazit:
Mal etwas Neues in punkto Story, denn hier meuchelt der Tod persönlich. Hochspannend inszeniert und wendungsreich, versehen mit guten Jungdarstellern. Düstere und unheimliche Atmosphäre, passender Score und ein paar blutige Goreeffekte.
Um " Final Destination " kommt man als Horrorfan nicht herum, mal etwas völlig anderes als der typische Slasher.

Details
Ähnliche Filme