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Lange, lange Zeit hat es gedauert bis mit "Final Destination" endlich mal wieder ein Horrorfilm die Leinwand betrat, der es gewaltig in sich hat. Hollywood wurde, bzw. wird immer noch , gerade zu übersät mit billigen Teenie Slasher Filmen im Stile von Scream, Freitag der 13. usw. die auf altbewährtes setzen und damit voll in die Scheiße packen, weil es einfach keine Sau mehr sehen will. Das Horrorgenre war kurz vorm Aussterben, also musste Innovation her. Und die brachte ein gewisser James Wong. Ob Final Destination nun als Horrorfilm oder doch eher als Thriller anzusiedeln ist, möchte ich mir nicht anmaßen zu beurteilen, da es grenzwertig ist. Fakt jedoch ist, dass James Wong dem Horror- bzw. Thrillergenre wieder Leben einhaucht. Er bringt neue Ideen mit und verbindet diese geschickt mit genreüblichen Klischees, die einfach in einen Horror/Thriller gehören. Dazu ein paar aufstrebende, gute Darsteller und fertig ist der Brei. Nun erstmal zur Story.

Eine Gruppe Schüler ist auf dem Weg zu einem Schüleraustausch nach Frankreich. Im Flugzeug angekommen bekommt einer der Schüler, Alex, eine Vision. In seiner Vorahnung sieht er dass das Flugzeug kurz nach dem Start in Turbulenzen geraten und abstürzen wird. Er versucht vehement seine Kameraden zu warnen doch diese halten ihn natürlich für verrückt. Alex verlässt mit ein paar wenigen, die ihm glauben schenkten, das Flugzeug und muss mit Ansehen wie die Maschine explodiert. Von nun an werden Alex und seine Freunde von etwas übernatürlichem verfolgt. Dem "Tod" höchstpersönlich. Und er geht systematisch vor. Er holt sich die Jugendlichen nach dem Schema der Sitzordnung im Flugzeug. Kann Alex verhindern, dass seine Freunde und schlussendlich auch er dem Tod zum Opfer fallen?

Eine wie ich finde äußerst interessante, vielversprechende Story, die sich hier dem Zuschauer anbietet. Die Darsteller sind durchweg gut, wenn man bedenkt dass sie alle noch sehr jung und unerfahren sind. Ein paar überraschende Wendungen hat der Film auch zu bieten, wenn auch nicht übertrieben viele. Auch die FSK 16 Freigabe geht hier vollkommen in Ordnung, denn die blutigen Szenen sind durchaus im Rahmen geblieben. Was ich an dieser Stelle noch anmerken möchte ist, dass ich es Schade finde wenn solch geniale Ideen in Filme umgesetzt werden und diese dann durch unnötige Fortsetzungen verschandelt werden. Der zweite teil erreicht zwar annähernd die Klasse des ersten, doch hätte man sich ihn trotzdem sparen können. Auf den dritten will ich gar nicht näher eingehen, da mir sonst vielleicht schlecht wird.

Mein Fazit also. Endlich mal ein Film, der das Genre auf geschickte Art und Weise neu belebt. Ein Mörder, den man so bis dato noch nicht kannte und der durchaus sehr kreativ zu Werke geht. Ein Sahnestückchen des Horrorfilms, ich hab mich festgelegt, dass man auf jeden Fall mal gesehen haben sollte. Am besten in einer netten Runde mit ein paar Bier. Dann macht er richtig Spaß. Satte 10/10 Punkten

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