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Der junge Schüler Alex Browning hat echt das Los gezogen: Zusammen mit seiner Schulklasse fliegt er nach Paris, um dort einige erholsame und lehrreiche Tage zu verbringen. Doch Alex, welcher an Flugangst leidet, ist mehr als angespannt, als sie das Flugzeug betreten. Schon vorher nahm er einige merkwürdige Tatsachen wahr, doch erst als er im Flugzeug sitzt, passiert das Unfassbare: Er hat eine Vision, die real erscheint! Er sieht das Flugzeug abstürzen! Kaum wacht er aus seinem „Traum“ auf, packt ihn die Panik! Er will das Flugzeug verlassen, und wird dann mit einigen Mitschülern aus der Maschine verwiesen. So kommt es, dass das Flugzeug ohne ihn und einige weitere Kollegen abhebt. Und kurz darauf sollte sich Alex Vision bestätigen. Unmittelbar nach dem Abflug explodiert das Flugzeug, alle Insassen sterben. Erst nach und nach zeigt sich, dass Alex den Tod betrogen hat, doch dieser hat für alle Überlebenden schon einen neuen Todesplan.

Die Idee hinter Final Destination ist eigentlich ebenso simpel wie originell. Gevatter Tod fühlt sich um seine Seelen betrogen und fordert diese von den Überlebenden retour. Glücklicherweise ist der Tod ein echter Umstandskrämer und denkt sich Megakomplizierte Todesfälle und eine ebenso überflüssige Todesliste aus, die zudem von den Betroffenen eigentlich recht easy durchkreuzt werden kann. Dafür kommt der Zuschauer aber in den Genuß teilweise aberwitziger Kills, meist durch komplizierte Kettenreaktionen ausgelöst.
Das ganze wird zudem sehr spannend in Szene gesetzt, der Zuschauer weiß ja wer der nächste auf der Todesliste ist, aber nicht wie es geschehen wird. Besonders fällt mir da die Passage mit der Lehrerin ein, die schon achtmal hätte sterben können, aber James Wong gelingt es geschickt diese Szene einzustellen und echte Spannung aufzubauen. Horrorfans könnten ein wenig den zahmen Blutgehalt reklamieren, ein richtiges Schlachtfest gibts hier nicht (dafür in späteren Teilen, aber wer vor dem Kauf aufs Cover schaut sollte bei dem blauen FSK16 Sticker eigentlich bescheid wissen.
Dazu kommt noch für einen neuen Horror-thrill-Slasher tolle professionelle Machart. Die Kamera liefert tolle nächtliche Gruselbilder und besonders der Flugzeugabsturz zu Beginn in der Traumsequenz würde auch größeren Hollywoodproduktion gut zu Gesicht stehen. Selbst die Jungdarsteller fallen nicht unangenehm auf und Tony Todd ist sowieso personifizierte Coolness (aber leider keine fünf Minuten im Bild). Nur der arschige Carter Charakter ging mir permanent auf den Sack. Dennoch ist es wenig überraschend das Final Destination mittlerweile mehrfach fortgesetzt wurde. Das Konzept ist stimmig, die Umsetzung gut gemacht, wenn doch nur jeder Slasher so wäre.
8/10

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