Review

Lange habe ich nicht mehr einen solchen grandiosen Horror-Thriller genossen. Hier rennen ausnahmsweise mal keine klischeehaften Teenies vor irgendwelchen Maskenmördern a'la Jason davon. Der Killer ist hier der Tod persönlich.

Eine Französisch-Klasse will nach Paris fliegen, als der Schüler Alex (Devon Sawa) vor dem Flug eine schreckliche Vision hat. Er sieht das Flugzeug samt allen Insassen explodieren. Letztendlich entschließen sich sieben Passagiere, den gebuchten Flug mit der Nummer 180 kurzfristig zu canceln. Als es tatsächlich zu der vorausgesagten Katastrophe kommt, bei der keiner der Fluggäste überlebt, sitzt der Schock tief. Bis innerhalb der Gruppe der erste Todesfall auftritt. Jemand scheint dem Schicksal Entronnenen nach bester "10 kleine Negerlein"-Manier brutal umbringen zu wollen. Auch das FBI ist hinter Alex her, der verzweifelt versucht, sein Leben zu retten.

Devon Sawa wird einigen schon aus dem Horror-Spaß "Die Killerhand" bekannt sein. Wie dort spielt er auch hier seine Rolle überwiegend gut. Ali Larter (auch in Teil 2 dabei) begeisterte das Publikum bereits 1999 in "Varsity Blues". Die vom Bus zu Tode gefahrene Amanda Detmer kennen vielleicht einige aus der lahmen Beziehungskomödie "Boys and Girls". Sean William Scott dürfte wohl einem größeren Publikum bekannt sein. Durch Filme wie "American Pie", "Road Trip" und "The bulletproof Monk" erlangte er vor allem unter jüngeren Kinogängern Berühmtheit. Kerr Smith wird allerdings nur jenen bekannt sein, die sich die zweifelhafte Serie "Dawson's Creek" reingezogen haben.

In "Final Destination" herrscht mehr Spannung als Action. Doch auch diese kommt nicht zu kurz. Der Film ist Verschwörungsthriller, Mystery-Krimi und Teenie-Schocker in einem. Die Ursache für den Absturz und die dann unerwartet einsetzende Todesserie sind rätselhaft: Ist es das Schicksal, oder hat ein wahnsinniger Killer seine Hände im Spiel? Wieso konnte Alex den Crash vorausahnen? War es wichtig, dass das Flugzeug vollbesetzt war? Ging es gerade um diese Gruppe, die ausgelöscht und beseitigt werden sollte? Die Auflösung ist überirdischer Natur und leider weit simpler als vermutet. Zudem wartet der Film noch mit tollen und überraschend brutalen Tötungsszenen (Strangulation, Erdolchung, Enthauptung, vom Bus überfahren werden) auf, die in der Fortsetzung noch besser geworden sind.

"Final Destination" ist neben den Anschlägen des 11.9.2001 für die Luftfahrt das, was "Der weiße Hai" für den Strand" ist. Und Teil 2 wird es wohl das für die Autobahnfahrt sein. Der Film ist ein Meisterstück an Spannung und Splatter, und wurde von Regisseur James Wong (The One) richtig in Szene gesetzt.

Details
Ähnliche Filme