Nach einer ganzen Welle an Slashern Mitte bis Ende der 1990er Jahre mit all ihren maskierten Killern und Wesen war es mal Zeit für den Chef selbst – den Tod. Diesem springen einige Mitglieder einer Reisegruppe von der Schippe, nachdem sie aufgrund einer Vorahnung von Mitschüler Alex ein Flugzeug verlassen, das sie alle auf einen Klassenausflug nach Paris bringen sollte. Doch so leicht lässt sich Freund Hein nicht über's Ohr hauen.
Und so entspinnt sich in dem von James Wong inszenierten Horrorstreifen ein zwar albernes, aber durchaus unterhaltsames Szenario, in welchem das Schicksal überlistet werden soll. Das geht mit regelmäßig einsetzenden Versuchen einher, das Ableben der Überlebenden zu verhindern, worin Alex zur Freude des Publikums immer wieder mal scheitert. Dabei ähneln sich die Schritte der Wege ins Jenseits öfters mal im Aufbau, meist ist es aber eine nett konstruierte Abfolge von Ereignissen, die am Ende in die Beseitigung einer Person münden. Das geht auch nicht unblutig vonstatten und ist mit seinen etwas über neunzig Minuten auch vollkommen ausreichend dimensioniert.
Der Cast ist dabei mit diversen Jungspunden bestückt, die ihre Rollen ausreichend solide runterspielen. Entwickelt werden die Charaktere nicht, muss auch nicht, reicht schon so. Ein kleines Highlight ist ein stimmungsvoller Auftritt von Tony Todd. Nett auch die Details am Rande wie die Verwendung eines Songs von John Denver (Flugzeugunglück) oder manche Namen, die an Granden aus dem Genre erinnern (Hitchcock, Browning, Murnau, Schreck).
„In death, there are no accidents.“
Mit dem Erstling, aus dem später eine ganze Reihe erwuchs, lieferte James Wong einen soliden Teeniehorror mitsamt kreativer Grundidee. Die Kills sind ansehnlich umgesetzt, mitunter blutig und ausreichend effektvoll, dazwischen gibt es etwas weniger Interessantes mit flachen Figuren. Aber immerhin bemüht man sich, das Tempo nicht zu niedrig zu halten. Ist der direkte Nachfolger auch noch ein Stück unterhaltsamer, so ist auch der Einstiegsfilm ein netter und insgesamt kurzweiliger, aus heutiger Sicht fast schon altmodischer Gruselstreifen mit übernatürlichem Touch.