Der junge Alex Browning, der gemeinsam mit seinen Mitschülern eine Klassenreise nach Frankreich unternimmt, hat kurz vor dem Start der Maschine eine Vision davon, wie das Flugzeug, kaum dass es in der Luft ist, explodiert und alle an Bord sterben werden. Da er daraufhin randaliert, wird er gemeinsam mit einigen seiner Klassenkameraden vom Flug-Personal der Maschine verwiesen... doch kaum ist das Flugzeug abgehoben, da explodiert es tatsächlich und reißt alle Passagiere in den Tod. Die Überlebenden des Unglücks, darunter auch Alex' Kumpel Tod und die hübsche Schul-Außenseiterin Clear Rivers, arrangieren sich nach dem ersten Schock irgendwie mit der gegebenen Situation, doch Alex wird auch weiterhin von bösen Vorahnungen und Omen heimgesucht, die da nichts Gutes verheißen. Und tatsächlich: Es dauert nicht lange und die Überlebenden des Flugs 180 geben nach und nach in der Reihenfolge, in der sie auch bei dem Absturz ums Leben gekommen wären, unter mysteriösen Umständen in teils bizarren Freak-Accidents den Löffel ab. Zusammen mit Clear kommt Alex dahinter, dass er mit seiner Vision den ursprünglichen Plan des Todes durchkreuzt hatte und der Sensenmann persönlich es nun auf ihn und seine Freunde abgesehen hat... Was ursprünglich mal von Co-Autor Jeffrey Reddick als Prämisse für eine Episode von "Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI" erdacht, jedoch von den Produzenten abgelehnt wurde, gibt stattdessen nach der Bearbeitung durch das Duo Glen Morgan und James Wong den Startschuss für eine der langlebigsten Genre-Franchises des 21sten Jahrhunderts. Die Idee, innerhalb der von "Scream - Schrei!" erneut losgetretenen Flut von Slasher-Epigonen zur Abwechslung mal nicht mit dem üblichen irren Schlitzer oder Axt-Mörder um die Ecke zu kommen, sondern stattdessen den Tod höchstpersönlich zum Antagonisten und entkörperlichter Bedrohung eines Teenager-in-Angst-Streifens zu machen, kann dabei durchaus als originell und innovativ gewertet werden... und der hippe Approach an das Genre, den Wes Craven und Kevin Williamson bei ihrem besagten Hit an den Tag gelegt haben und welcher da im Anschluss irgendwie zum "guten" Ton eines jeden Horrorfilms gehört hat, der an der Kino-Kasse abräumen wollte, wurde hier auch völlig außen vor gelassen. Nö, "Final Destination" sucht sich seine Vorbilder eher noch ein paar Jahre früher in der Filmgeschichte und steht viel mehr in der Tradition eines "Das Omen" was das förmliche Zelebrieren von kreativen Todesarten anbelangt, die sich da in Form von Rube Goldberg-esken Kettenreaktionen vor dem Zuschauer abspulen, an deren Ende zumeist eine blutige Pointierung wartet. Okay, das alles ist inhaltlich nicht unbedingt tiefgründiger als ein oller Genre-Vetreter aus den frühen 80ern, in der Umsetzung aber durchaus cleverer als der übliche Krempel aus der Teenie-Splatter-Schublade und wird zudem auch von passablen Darstellern getragen, die den jugendlichen Figuren ein wenig mehr Profil verpassen als dem üblichen notgeilen Kanonenfutter aus 'nem beliebigen "Freitag der 13."- oder "Halloween"-Sequel... und nach dem furiosen "Die Killerhand" aus dem Vorjahr ist das hier schon der zweite, recht memorable Streifen, mit dem Devon Sawa sicherlich seine Spuren in der Genre-Historie hinterlassen haben dürfte. Spannend ist "Final Destination" übrigens allemal alleine schon durch die Frage, auf welche abgedrehte Art und Weise da wohl der Nächste ins Gras beißen wird, während die fettfreie Inszenierung von James Wong die Schocks ziemlich effektiv sitzen lässt... und für die harten Fans im Publikum gibt es dann noch einen Kurz-Auftritt von "Candyman" Tony Todd als ominöser Leichenbestatter, der das Protagonisten-Pärchen über den Plan des Todes in Kenntnis setzt, sowie wie bereits fünfzehn Jahre zuvor in Fred Dekkers "Die Nacht der Creeps" Charaktere, die die Nachnamen von berühmten Regisseuren tragen. Trotz kaum variierter Fortsetzungen hat sich "Final Destination" über das letzte Vierteljahrhundert nicht wirklich abgenutzt und dass das Konzept an sich ebenfalls nicht an Reiz verloren hat, merkt man alleine schon daran, dass nun schon der sechste Teil ins Haus steht, der die Reihe einer neuen Generation von Kinogängern antragen will (was sicherlich auch klappen wird!). Also: Rückblickend betrachtet ein kleiner Meilenstein in Sachen Teenie-Horror.
7/10