Review

WARNUNG : Die Kritik beinhaltet massive Spoiler !!!


Nachdem ich nun das Unglück hatte, dieses Machwerk zu sehen, muss ich gestehen, dass ich nicht nachvollziehen kann, wieso sich der Regisseur (z.B. Hydrotoxin) für so einen sinnentleerten Unsinn hergibt. Aber von vorne.
Extreme Ops (vielleicht hätte man den Filmtitel besser Xtrem 0pz nennen sollen) handelt von einem amerikanischen Filmteam, welches nach Österreich kommt, um dort einen wagemutigen Werbeclip zu drehen. Mit dabei allerlei Gestalten, die dermaßen clichéehaft sind, dass mich nach 5 Minuten überhaupt nichts mehr wundert. Naja, jedenfalls zurück zur "Story". Ich frage mich ernsthaft, wer auf die absolut dumme Idee gekommen ist "machen wir ne Werbung, in der jemand einer Lawine wegfährt". Sowas macht sicher jeder normale Mensch oder zumindest jede Frau, die eine Goldmedaille im Abfahrtslauf gewonnen hat. Und wie es der Zufall (das "Drehbuch") will,versteckt sich gerade im dem abgelegenen Teil Österreichs, in dem die Fastfood Amerikaner einfallen, der von der Öffentlichkeit für tot gehaltene serbische Verbrecher Pavlov (Klaus Löwitsch). "Do I need to say more ?" Und schon kann es losgehen ...

Man wird mit sinnlos aneinander gereihten Snowboard- und Skiszenen gefoltert. Nicht genug damit, diese Szenen so unrealistisch sind, sie sind auch noch schlecht umgesetzt. Ich konnte sogar mit verbundenen Augen erkennen, dass die Herrschaften nachher ins Bild gesetzt wurden oder vor einem Bluescreen "rumgurken". Als ob dieses nicht schlimm genug wäre, wird man mit den beiden pseudocoolen Snowboard"charakteren" namens Kittie (Jana Pallaske) und Silo (Joe Absolom) genötigt. Schon vom ersten Moment an spielt Kittie die unnahbare megacoole Tussie, die alles und jeden unter Kontrolle hat. Einfach nur peinlich. Da fällt Silo auch nicht mehr besonder negativ auf, denn wenigstens ist er nicht so oft auf dem Bildschirm zu erblicken. Die anderen Gestalten kann man sich ebenfalls getrost schenken. Na gut, auf eine kurze Aufzählung lass' ich mich noch ein. Da wäre Ian (Rufus Sewell ... warum machst du bei sowas mit ???), der mit seiner Frau Stress hat und zum guten/schlechten Schluss mit der zuerst total überforderten skifahrenden Goldmedalliengewinnerin Chloe (Brigitte Wilson) einlässt. Die wiederum ist nach ein paar aufmunderten Worten und einigen Bieren wieder in der richtigen/falschen Spur. Wie vorhersehbar das ist, muss ich wohl nicht noch erwähnen ? Jeffery spielt den immer notgeilen Manager, der zum Schluss mit der Alten vom dann toten Terroristen Pavlov durchbrennt. Ja, warum auch nicht ? Hm vielleicht, weil es total sinnlos und hohl ist ? Wie dem auch sei. Ich darf natürlich den einzigen guten Deutschen und die rechte Hand von Ian (dem Clip-Regisseur) Mark (Heino Ferch) nicht vergessen. Immerhin hat er eine wichtige Rolle, denn ohne ihn wäre der Terrorist samt Hubschrauber nicht abgestürzt und der Film wäre wohl heute noch nicht zu Ende . In dem Zusammenhang fällt mir ein : Was ein gutes schweizer Taschenmesser und ein Seil alles ausmachen können. Wenn ich jetzt noch einen vergessen habe, dann ist mir das reichlich gleich ... Beschwerden bitte an wayne@interessiert.es

Noch nicht genug ? Sollte es wirklich jemanden geben, der bis hier hin durchgehalten hat ? Na gut, dann will ich mal fortfahren. Der Film hätte durchaus was werden können, wenn nicht die Charakter so flach wie Norddeutschland geworden wären und die Geschichte nicht so leer wie mein Kopf geblieben wäre. Aber so, zusammen mit der amateurhaften Inszenierung, bei der entweder Neulinge am Werk waren oder aber das Geld nicht gereicht hat, ist der Film unterirdisch. Auf alle Fälle ist der Film so ziemlich auf dem gleichen miesen Niveau wie auch Torque (Hart am Limit). Keine Empfehlung von mir, aber wer es nicht lassen kann oder will, dem sage ich nur "Ich habe euch gewarnt".

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