Und wieder mal ein Kinoflop, der fast komplett mit deutschen Geldern finanziert wurde. Statt einer interessanten Story bietet „Extreme Ops“ nur sinnlose Charaktere, die auf Skiern einer Lawine davon fahren. Was Heino Ferch jedoch hier verloren hat, wird wohl immer sein Geheimnis bleiben.
Der Grund für diese bekloppte Idee ist ein Werbespot. Weil das Geld für eine Computeranimation fehlt (!!!), müssen die Extremsportler einer „echten“ Lawine davonrasen. Dumm nur, dass sich auf dem Bergcamp ein international gesuchter Terrorist versteckt.
Also das klingt nicht nur scheiße, die Story ist weder spannend noch einfallsreich. Es dauert eine gute Stunde, bis die eigentliche Handlung einsetzt. Bis dahin wird der Zuschauer mit blöden Sprüchen und noch dämlicheren Dialogen beworfen. Das beste Beispiel für das ist die Szene, in der vier Sportler in einem Pool sitzen und „Wahrheit oder Pflicht“ spielen.
Die Action hält sich sehr in Grenzen. Die Fahrten durch den Schnee per Snowboard und Ski sind zwar schön gefilmt und die Stunts wirklich erste Sahne, aber der eigentliche Sinn, den der Film damit bezwecken will, bleibt ein Geheimnis der Macher. Am Ende gibt’s dann noch mal eine schöne Hubschrauberexplosion, die für die relativ actionarme erste Hälfte entschädigt.
Zu den Darstellern. Da es sich um eine deutsch-luxemburgische Koproduktion handelt, spielen die beiden Deutschen Heino Ferch (was hat er hier verloren) und Klaus Löwitsch (in seiner letzen Rolle) mit. Ihre sowie die restlichen Charaktere bleiben blass und uninteressant.
Für 40 Millionen Dollar wurde der Film in Babelsberg und Vancouver gedreht. In den USA spielte der Film unglaubliche 5 Millionen Dollar ein, in Deutschland verirrten sich 48 000 Leute ins Kino. Ich denke, damit gehört „Extreme Ops“ zu den größten Flops des noch jungen Jahrtausends.
Fazit:
Langweiliger Film mit tollen Stunts, dessen Story von Dämlichkeit nicht zu überbieten ist. Die Darsteller sind ein Witz, ebenso die blöde Videoclip-Optik. Die Action rettet den Film vor der totalen Katastrophe, leider nur ein weiteres Kapitel trauriger deutscher Kinogeschichte