Nach dem Erfolg von „Dinosaurier - Im Reich der Giganten" machte sich die BBC daran, einen Nachfolger zur Saurierzeit zu drehen, passenderweise mit dem Titel „Die Erben der Saurier". Die Doku setzt genau da an, wo der Vorgänger aufgehört hatte, nämlich beim Ende der Kreidezeit, als ein Meteorit auf der Erde einschlug und das Leben der Riesenechsen beendete. Lassen wir mal beiseite, dass auch diese Theorie nur eine von vielen ist, warum die Dinosaurier aussterben mussten, hier wird dieser spekulative Ansatz auch nicht weiter diskutiert. Das Leben beginnt sich wieder zu normalisieren, und allerlei neues Getier bevölkert die urzeitlichen Wälder und Steppen.
Auch wenn die Saurierzeit natürlich für das breite Publikum am imposantesten war, braucht sich auch der Nachfolger nicht zu verstecken. Denn auch wenn Vögel und Säugetiere uns vielleicht etwas näher stehend erscheinen, die Epochen des Tertiärs und Quartärs hatten genug Exotisches zu bieten.
Mit Hilfe modernster Tricktechnik zauberten die Macher eine vielfältige Flora und Fauna auf die Leinwand, das es eine wahre Freude ist: Ob Basilosaurus (ist übrigens kein Saurier, sondern eine Walart), mannshohe Terrorvögel, ein Indircotherium (eine Art Riesennashorn), gefährliche Säbelzahnkatzen oder zottige Mammute, die von Urmenschen gejagt werden, hier ist man mittendrin statt nur dabei, zumal die wissenschaftlichen Erläuterungen wie immer dezent im Hintergrund gehalten werden und so nicht aufdringlich wirken.
Was mich allerdings etwas gestört hat, ist das im Vergleich zum Vorgänger zunehmende Walt-Disney-Feeling. Wenn Tiere plötzlich Namen bekommen und richtige Abenteuer bestehen müssen, erinnert das irgendwie an „In einem Land vor unserer Zeit" und mag auch vielleicht für die jüngeren Zuschauer unterhaltsam sein, man sollte es allerdings auch nicht übertreiben.
Insgesamt ist „Die Erben der Saurier" aber eine gelungene Fortsetzung und für alle, die bereits „Im Reich der Giganten" faszinierend fanden, uneingeschränkt zu empfehlen.