Carsploitation könnte man das klassifizieren, was Regisseur Richard T. Heffron („Fackeln im Sturm“) mit seinem TV-Film abliefert und sehr entfernt an Spielbergs „Duel“ erinnert.
Parallelen zum Western sind allerdings ebenfalls unübersehbar, nur sind die Kerle mit etwas mehr Pferdestärken unterwegs.
Mike (Martin Sheen) kommt im Jahre 1958 nach Clarksberg, wo bereits sieben Menschen auf der Flucht vor dem strengen Gesetz in Form von Sheriff Childress (Vic Morrow) ihr Leben auf der Straße verloren. Auch Mikes jüngerer Bruder starb hier und es gibt ernsthafte Hinweise, dass der Gesetzeshüter seine Finger im Spiel hatte…
Wer auf amerikanische Oldtimer steht, dürfte sich den Streifen schon derer wegen ansehen und dabei die Motorengeräusche genießen. Der titelgebende Ford Coupe von 1934 ist ein Hingucker und allein das leicht umständliche Einsteigen verursacht ein leichtes Schmunzeln.
Allzu viel Action darf man jedoch nicht erwarten, denn lediglich zwei Fahrzeuge kommen von der Straße ab und fangen nach mehrmaligem Überschlag nicht gleich Feuer, wie es uns viele Pendants früherer Tage Glauben machen wollen. Dazu gibt es ein finales, nicht übermäßig mitreißendes Rennen, besondere Schauwerte bleiben jedoch aus.
Die Story ist simpel gestrickt und birgt nicht allzu viel Spannung, zumal der Fall von vornherein klar ist und ohnehin alles auf das Duell zwischen Gut und Böse hinausläuft.
Dazwischen tummeln sich ein junger Nick Nolte als Schrauber, Joe Estevez und Stuart Margolin in Nebenrollen, während Morrow als wortkarger und unbarmherziger Sheriff einen guten Job macht, jedoch nicht an Sheen herankommt, der offenbar sämtliche Posen eines James Dean einstudiert hat und reichlich Coolness versprüht.
Ein kleines Manko bildet der Score, der zwar mit zeitgenössischem Gitarren-Funk daherkommt, jedoch zu vordergründig dudelt und auf Dauer eher anstrengt. Bis auf die Autos ist die Ausstattung recht spärlich. Besonders bei den Kostümen und den Frisuren gab man sich nicht sonderlich Mühe, die Gestaltung nach 50er aussehen zu lassen.
Demgegenüber ist die Synchro erstklassig, sogar Nolte wird bereits von Thomas Danneberg gesprochen.
Unterm Strich fallen die knapp 74 Minuten halbwegs kurzweilig aus, obgleich sich allenfalls Spannung auf Sparflamme einstellt. Die Geschichte wird phasenweise zu unaufgeregt vorgetragen, außerhalb der Straße ereignet sich eher wenig, wogegen darstellerisch einiges ausgebügelt wird. Netter TV-Film für Zwischendurch, einen Hollywood-Klassiker bildet das Werk jedoch beileibe nicht.
6 von 10