Bei einer Expedition am Oberlauf des Amazonas entdeckt Dr. Maia eine prähistorische Klaue, die er keine Spezies zuordnen kann. Er organisiert eine besser ausgestattete Expedition, die von Mark Williams finanziert wird. Die Suche nach weiteren fossilen Knochen bleibt erfolglos, man beschließt, in der schwarzen Lagune zu suchen. Doch dort treffen sie auf ein lebendes Exemplar der gesuchten Gattung, ein amphibisch lebendes, menschenähnliches Tier mit Schwimmhäuten, Schuppen und Krallen. Während David Reed das Tier fotografieren und erforschen will, versucht Mark Williams, das Tier zu fangen und zu töten, doch das Tier entkommt. Während die Gruppe versucht, das Tier zu fangen, tötet das intelligente Monster einen nach dem anderen.
Tierhorrorfilme aus den 50ern sind schon eine herzige Sache. Oftmals sind dies billig runtergekurbelte Streifen (Bert I. Gordon Werke beispielsweise), die wohl schon zur damaligen Zeit eher zum lachen denn zum gruseln waren. Eine löbliche Ausnahme bildet dabei Jack Arnolds Creature from the black Lagoon, der zum einen deutlich aufwendiger produziert und fotografiert wurde, zum anderen auch so etwas wie eine nachvollziehbare Story sein eigen nennen darf.
Zum Start gibts erst mal vom Erzähler das geophysische ein mal eins vom Urknall bis heute und danach gehts dann auch schon flugs zum Amazonas rüber. Das Monster läßt auch nicht allzu lange auf sich warten und die wissenschaftliche Expedition braucht sich aufgrund getöteter Mitglieder bald keine Sorgen mehr machen, ob der Rückreiseproviant ausreicht. Die Story geht jedenfalls recht flott dahin, bis auf kleinere Längen treten in den 75 Minuten Laufzeit kaum Ausfallerscheinungen auf. Besonders die vielen Unterwasseraufnahmen sind spannend anzuschauen, unterstützt von einer passenden Musikuntermalung, könnte ich mir gut vorstellen, das die entsprechenden Harpunenszenen die Macher von James Bonds Fireball beeinflußt haben.
Die Kills sind dabei natürlich von der äußerst zärtlichen Sorte, mehr als ein angedeuteter Wischer mit der Kralle gibts nicht zu sehen, von Blutstropfen natürlich ganz zu schweigen. Der Monster Gummianzug sieht dafür wieder recht schnieke aus, da könnte sich selbst heute noch manche Billigproduktion eine Scheibe von abschneiden, zudem sind besonders die Unterwasseraufnahmen mir der Kreatur sehr gelungen, seien es die Bewegungen beim schwimmen oder das annähern an die flotte Mieze im Badeanzug. Wie jedes Monster leidet aber auch dieses hier am King Kong Syndrom und verliebt sich natürlich stante pede in die planschende Badenixe. Jedenfalls bekommt das vermeintlich böse Urvieh jede Menge menschliche Züge mit auf dem Weg, so daß der Zuschauer beinahe automatisch mit ihm sympathisiert und dadurch auch das menschliche handeln automatisch hinterfragt.
Doch, der Schrecken vom Amazonas kann man durchaus als einen s/w Abenteuerklassiker betrachten. Gruseln wird beim zuschauen heute kaum noch jemand, dennoch ist die Geschichte immer noch recht launig zu konsumieren.
7/10