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Nach dem Fund einer versteinerten Hand am Amazonas macht sich eine Expedition um Dr. Reed auf den Weg dorthin, um mehr über deren Ursprung herauszufinden. Und vielleicht das fehlende Bindeglied zwischen den Bewohnern des Wassers und des Landes zu entdecken. Was die Gruppe dann allerdings in einer nahe dem Entdeckungsort gelegenen Lagune findet, hätte sie sich nicht träumen lassen.

Zu Beginn gibt es erst mal eine kurze Einführung durch die Schöpfung die und die Entstehung des Lebens. Das Wasser, in welchem dieses seinen Lauf nahm, wird gleich prominent ins Bild gerückt und dies wird der von Jack Arnold inszenierte Monsterstreifen auch nicht wieder los. Denn die Kreatur, hinter der die Forscher letztlich her sind, bewegt sich meist in seiner nassen Umgebung.
In dieser spielt auch ein nicht unerheblicher Teil des Films, sowohl darauf als auch darin. Ricou Browning, der in den Unterwasserszenen in dem Kostüm steckte, drehte seine Szenen durch Luftanhalten. Eine beachtliche Leistung, besieht man sich die im Film verwendeten Sequenzen.
Das Monster selbst, dessen Design durchaus chic geraten ist, wirkt nicht einfach nur bösartig. Letztlich reagiert es auf das Eindringen in sein Territorium, in welchem es scheinbar abgekapselt lange Zeit vegetierte, erwehrt sich des Handelns der Eindringlinge und verzweifelt vielleicht sogar ein bisschen an der Entdeckung der mitgereisten Dame Kay. Manche Versatzstücke erinnern an „King Kong“ (1933) und ähnliche Werke, auch wenn die Kreatur diese Tragik nicht ganz so nach außen kehrt. Immerhin langte es für Fortsetzungen und der Einfluss der Figur reichte auch bis zu Guillermo del Toros „The Shape of Water“ (2017).

Die menschlichen Figuren sind recht einfach gehalten. Jeder hat so seine Motivation, hier die Wissenschaft, da die Sensation mitsamt monetärer Aussicht. Die Rollen sind recht klar verteilt, wenn auch nicht immer konsequent durchgezogen. So wird Williams noch dafür kritisiert, auf die Kreatur mit der Harpune geschossen zu haben. Wenn man aber den ganzen Tümpel vergiftet, regt sich kein Widerstand.
Bebildert ist das Ganze durchgehend ansprechend, gerade die Unterwasserszenen wirken nicht unaufwendig. Von der musikalischen Untermalung bleibt vielleicht noch die Fanfare im Gedächtnis, mit der fast jedes Erscheinen der Kreatur inflationär begleitet wird.

„Creature from the Black Lagoon“ ist ein durchaus interessanter Monsterfilm, in welchem die Kreatur die spannendste Figur bleibt und ihr wie aus manch anderem Genrevertreter bekannt eine kleine Portion Tragik innewohnt. Mit ansehnlichen Unterwasserszenen und einem ebensolchem Kostüm, aber auch mit recht plakativen Charakteren und der einen oder anderen kleinen Länge versehen, hat dieser Film durchaus seinen Status. Und so zog er nicht nur Fortsetzungen nach sich, sondern beeinflusste auch manche späteren Werke.

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