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Die 16-jährige Leann (Carla Gugino) zieht mit ihren Eltern nach Kalifornien. Auf der Fahrt gerät sie in die Fänge einer verbrecherischen Motorradbande, unterschätzt jedoch von naiver Abenteuerlust geblendet die Gefahr, in der sie sich befindet. Da die Polizei mit dem Fall überfordert ist, greifen die Eltern selbst zur Waffe…

Im Rahmen einer von Fernsehproduzent Aaron Spelling ins Leben gerufenen Reihe, die klassische B-Film-Geschichten neu auflegen sollte, inszenierte John Milius diesen mit dürftigen Dialogen, groben Unglaubwürdigkeiten und aufgesetzten Härten geschlagenen Selbstjustiz-Reißer, in dem die Raubeinigkeit der Motorradfilme der 60er Jahre auf die Hochglanztrivialität einschlägiger Fernsehware trifft. Das krause Drehbuch versucht vergeblich, mit den subversiven Tönen der Vorbilder ein konservatives Loblied auf die Werte der Familie anzustimmen, die das äußerlich verlockend erscheinende, tatsächlich aber nur Unruhe stiftende Lebensmodell der rebellischen Asphaltvagabunden bezwingen kann. Der gedankenlose Umgang mit heiklen Themen wie Selbstjustiz und Vergewaltigung, die am Ende als zierende Lebensnarben verbrämt werden, erscheint instinktlos, angesichts der kaum ernst zu nehmenden Gesamterscheinung aber nicht übermäßig Besorgnis erregend.

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