Durch einen Virus, der die Menschen in blutrünstige, zombieähnliche Wesen verwandelt, wurde die Zivilisation nahezu vollständig vernichtet. Nur wenige Menschen haben überlebt, ihr Alltag ist ein einziger Überlebenskampf gegen die Mutanten. Die schwangere Notärztin Sonia und ihr Mann Marco sind auf der Suche nach dem Militärstützpunkt Noe, einem der letzten Zufluchtsorte, wo Menschen in Sicherheit leben, mit einem Krankenwagen unterwegs. Als Marco gebissen wird, verschanzen sie sich in einem verlassenen Haus. Sonia muss mit ansehen, wie ihr Mann sich allmählich verwandelt. Doch dann kommen Plünderer ins Haus, die es auf ihren Wagen abgesehen haben.
Zumindest der Einstieg in die Story ist Mutants wirklich gut gelungen. Der Großteil der Menschheit ist mutiert, warum weiß kein Mensch und ein kleines Häuflein flieht in die französischen Alpen in die vermeintliche Sicherheit einer Militärstation. Auch wenn die Zombies anfangs wegbleiben, so versprüht die stets blau/graue Farbgebung und das verlassenen Sanatorium alleine eine Kälte die auch beim Zuschauer für Unbehagen sorgen und das Szenario gut aufbauen.
Wer auch immer es zu diesem Zeitpunkt für eine gute Idee hielt dieses Endzeitfeeling zugunsten eines Liebesdramas wegzuwerfen, meine Stimme dafür hat er nicht, denn hier wird mit Gewalt eine Bremse von der Größe eines Schiffsankers in die Geschichte geworfen. Marco ist infiziert und verwandelt sich zusehends (kann bis zu drei Tage dauern), man wirft sich Liebesschwüre und Tränen zu und man darf die Episode Schwanger-Sonia mit/gegen Zombie-Marco verfolgen. Das kann man jetzt gut finden oder nicht, aber nachdem sich die erhoffte Rettung als drei Plünderer entpuppt, wird erneut der Stil komplett umgekrempelt.
Jetzt haben endlich die Zombies/Mutanten/Infizierten, wie auch immer man sie nennen mag, ihren Auftritt, leider auch gleichzeitig mit einer nervig wackelnden Handkamera. Diese soll Dynamik vermitteln, ist ja auch spätestens seit Michael Bay in Mode, aber mit diesem Stilmittel konnte ich noch nie viel anfangen. Immerhin kommt jetzt wieder Action und Bewegung rein, die Biester sind sehr gut geschminkt worden, und auch der Bodycount erwacht aus seinem Dornröschenschlaf.
Insgesamt ist Mutants aber eine zwiespältige Angelegenheit. Man gibt sich redlich Mühe aus dem üblichen Zombieallerlei mehr rauszuholen als nur die nächste Splatternummer, aber das Ergebnis überzeugt nur bedingt. Der Mix ist einfach zu uneinheitlich um zu überzeugen.
5/10