Review

Murder Collection nimmt sich ein Beispiel an den harten Mondos der
80er, doch ist hier ALLES gestellt. Ähnlich wie bei August Underground
baut man hier auf Authentizität, und nicht auf Story oder ähnliches. Im
krassen Gegensatz zu den August Underground Teilen steht die Tatsache,
dass dieser Film extrem unspektakulär ist.

Man hat sich viel Mühe zu geben, die Bilder digital nachzubearbeiten,
sodass man den Eindruck hat, man sieht ein echtes Überwachungsvideo
etc. Doch jetzt das traurige: die Morde (und eine andere Handlungsbasis
gibt es nicht) sind zu 90% sau dumm. Man sieht zB Erwürgungen,
Erschiessungen ohne Blut und total banale Messerstechereien, die nur
ein blutverschmiertes Opfer zeigen. Was mich zu der zentralen Frage
führt: Wie kann man eigentlich so scheißendämlich sein, und eine so
banale und selbstzweckhafte Idee so scheiße umsetzen? Wenn man eine
DVD mit Sterbeclips herausbringt, ist es doch klar, dass nur Leute, die
schon August Underground gemocht haben, das Teil überhaupt in Erwägung
ziehen, wieso gibt man diesen Leuten denn nicht, was sie wollen? Dieser
Film hat keine Zielgruppe, man kann ihn eigentlich nicht richtig gut
finden.

Gut, ein paar geile Sachen gibt es schon, zum Beispiel eine sehr gute
gemachte Köpfung ála Al Quaida und eine sehr gut gemachte Autopsie, die
richtig genial in Szene gesetzt wurde. Alles andere ist bestenfalls
unteres Mittelmaß.

Fazit: Relativ unspektakulärer Film, der sein ganzes Potential
verschenkt hat. Hiergegen ist Gesichter des Todes 3 richtig spannend.
Schade drum...

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