Review

Gesamtbesprechung

Wer mal wieder Lust auf Mystery hat, aber schon alle Episoden von Twilight Zone oder Geschichten aus der Gruft auswendig kennt, sollte als Alternative ruhig mal the Hitchhicker in Betracht ziehen. Auch hier geht es um jeweils etwa halbstündige Geschichten aus der Welt des Phantastischen, die ebenfalls nach jeder Episode abgeschlossen sind. Einen übergreifenden Storybogen, einen Hauptdarsteller oder ein festgelegtes Genre gibts es dabei allerdings. Von Blut- und Nacktszenen bis hin zu Visionen und "einfachen" psychologischen Defekten wird die gesamte Bandbreite der Möglichkeiten genutzt.
Einzige Konstante dabei ist der sogenannte Hitchhiker. Mit per Anhalter fahren hat das ganze aber nichts zu tun, sondern er ist ein Begleiter, der zu Beginn die Exposition macht und auch am Ende das Gesehene mit einem entweder sarkastischen oder moralischen Kommentar versieht, also quasi wie der Cryptkeeper nur weniger verwest. Die Episoden haben dabei einen deutlichen Hang zum Morbiden, die Hauptfigur hat selten viel zu lachen, wird oft durch Ereignisse in den Wahnsinn getrieben, wenn sie nicht gleich ganz draufgeht.
Interessant ist vor allem die Liste der Darsteller. Da tummeln sich nicht nur bekannte US-Schauspieler, sondern auch Europa schickte Leute wie Ornella Muti oder Franco Nero, sondern auch Klaus Kinski war in einer Folge mit dabei (und spielte wie immer einen Psychopathen, dessen Frau ihn mit einem Techniker betrog, woraufhin er beide verbrannte).
Zwar ist nicht jede Folge pures Gold (ist es bei den ähnlichen Serien ja auch nicht), aber meist verbarg sich zumindest ein interessanter Kern darin. Wer sich dem Genre zugeneigt fühlt, sollte ruhig mal reinschauen.
7/10

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