kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 25.01.2013
Eine Busszene fällt in ihrer Inszenierung noch ein wenig aus dem Rahmen. Man möchte spätestens ab Glasbruch von einer Überreaktion seitens Stallone reden (wäre ich die Frau, die den Sitzplatz haben wollte, am Ende hätte ich mehr Angst vor Sly gehabt als vor den Gangsterkids).
Ansonsten wird ganz klar die gemäßigtere, seriös wirkende 90er-Linie gefahren, zwar weiterhin mit fiesen Lumpen (interessant, dass man sich auf zwei Antagonisten geeinigt hat, auch wenn einer irgendwann aus dem Spiel genommen wird), aber möglichst schick eingefangen mit Skylines und allem drum und dran, so dass auch gerade die Explosionen schön zur Geltung kommen können. Bezeichnend, dass es ein Luxusapartment ist, das mit viel Krach zu Bruch geht und die Krawallszene des Films markiert, nicht irgendein fieser, dreckiger Hinterhof, in dem irgendwelche Tonnen explodieren. Was Sharon Stone angeht, sie zehrt hier natürlich noch überdeutlich von ihrer "Basic Instinct"-Ausstrahlung und wird dementsprechend auch in Szene gesetzt. Stallone wiederum zieht mehr oder weniger seine Routine ab, den cooleren Spezialisten gab er aber ganz klar in "Assassins".
(5.5/10)
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