Review


Inhalt:

China, in den Jahren nach der bürgerlichen Revolution. Die Japaner haben sich im geschwächten Reich der Mitte breit gemacht.
Einer von ihnen ist der Anführer (Hwang Jang Lee) einer Bande von Schlägern und Halsabschneidern, und er ist alsbald der Schrecken aller chinesischen KungFu-Schulen.

Der Japaner fordert die Meister der Schulen heraus, besiegt diese nach brutalem Kampf, um ihnen somit zu zeigen, dass das chinesische KungFu den japanischen Kampfformen unterlegen ist.

Auch die ChingWu-Kampfschule von Master Fok (Kwan Yung-Moon) erhält Besuch von den Japanern und ihrem Leader.
Fok muss eine schmerzliche Niederlage einstecken, zusammen mit seinem zweitgeborenen Sohn (Tino Wong) hat er keine Chance.
Die Schmach komplett macht sein anderer Sohn, Fok Yuen-gap (Yuen Miu aka Yuen Mo), der gegen eine junge Frau, die aparte Ah Ku (Yuen Chu) ebenfalls im Kampf unterliegt. Später schließt sich Ah Ku der ChingWu-Schule an.

Fok Yuen-gap wird nunmehr dazu verdonnert, alte Schriften und Literatur zu studieren, während sein Bruder einem knallharten Training duch Master Fok unterzogen wird.
Der Literatur-Dozent (Wang Sha) ist allerdings gar nicht mal so ein trocken-spröder Lehrer, er versteht auch etwas von KungFu, und gibt Fok Yuen-gap wertvolle Tipps, während dieser sich das Training senes Bruders genau ansieht.
So kann auch Fok Yuen-gap sein KungFu verbessern.

Er kann Ah Ku besiegen, und es kommt gar zu einem Kampf gegen zwei der Japaner, bei dem einer davon zu Tode kommt.
Nun spitzt sich die Situation natürlich dramatisch zu..., die Japaner stellen die ChingWu-Leute zum Kampf, und der zweite Sohn und etliche Schüler werden getötet.
Die Japaner räumen das Feld, Ah Ku, Fok Yuen-gap und Master Fok überleben.

Sie entweichen an die Küste, und am Meer setzt nun eine vollumfängliche Kampf-Ausbildung ein. Fok Yuen-gap und Ah Ku, aber auch der Meister selbst müssen ihr KungFu vollauf verbessern, um gegen die Japaner überhaupt eine Chance zu haben.
Es kommt zum Show-Down und Ah Ku ums Leben..., und schließlich kommt es zwischen dem japanischen Anführer auf der einen Seite sowie Master Fok und Fok Yuen-gap auf der anderen... zum Kampf auf Leben oder Tod...!


Fazit:

Ein ziemlich starker Eastern.
Im Jahre 1980 drehten die Regisseure John Law Ma und Law Ga-Foo (aka Lo Chia Po) für das Label "Jia´s Motion Picture Co." in Hongkong diesen knallharten KungFu-Actioner, der nicht nur durch die exzellente Figh-Action besticht und dem Eastern-Anhänger eine gelungene Unterhaltung darbietet.

In hell-klaren Bildern gehalten, in sehr gut ausgewählten Locations angesiedelt, ist "Young Hero" ein optisch reizvoller, visuell und bildkompositorisch stark fotographierter Eastern, der somit eine stimmige Atmosphäre besitzt.
Da isst das Auge mit.
Ein Herren-Haus das ein fast pittoreskes Anwesen darstellt, oder der Außenbereich der Kampfschule mit üppigem Grün in einer Art Bambus-Garten..., und dann die Sequenzen am Meer für die Schluss-Ausbildung der Helden..., alles unter dem strahlend blauen Himmel einer südchinesischen Sonne, das alles kann sich sehen lassen.
So wie der Endfight im Tal-Kessel einer Schlucht mit schilfartigen Pflanzen..., das alles bietet visuell sehr ansprechende Hintergründe, und verleiht "Young Hero" die bildkompositorisch stimmige Atmosphäre.

Die Storyline ist indes routiniert in Szene gesetzt, eine typische Geschichte halt, wohl hunderte Male in einem Eastern umgesetzt:  Ein überheblicher Villlain -hier einmal mehr japanischer Provenienz- fordert die Chinesen insbesondere die KungFu-Meister heraus, besiegt sie, bis er an die Falschen gerät. Die sinnen auf Rache, bilden sich zu Kampfmaschinen aus, und es kommt zum Show-Down.
Das ist wie gesagt routiniert und auch stringent inszeniert, und natürlich mit vielen KungFu-Fights garniert.

Die DarstellerInnen liefern soweit denn auch solide schauspielerische Leistungen ab, obgleich es natürlich hier nicht so auf hohe darstellerische Kunst ankam.
Das Manko dieses KungFu-Actioners sind denn einige überzogene Figuren unter den Villains, was wohl für die hier eher dürftige Comedy sorgen soll. In arrogant-kodderigem Duktus sprechende Side-Kicks von Ober-Villain Hwang Jang Lee, sowie die hier ein überdreht-durchgeknalltes Duo darstellenden Chiang Kam und Chan Lau..., was natürlich eher peinlich wirkt. Das war es aber auch schon mit dem Mankos..., der weit überwiegende Teil dieses Actioners ist gediegen-gelungene Eastern-Unterhaltung für den Fan des Genres..!

Yuen Miu (aka Yuen Mo) ist der Held in diesem Streifen. Ein eher selten so auftretender Darsteller, kein attraktiver Strahle-Held, eher ein einfacher Typus der erst nichts auf die Reihe bekommt, der aber dann über sich hinauswächst. Er spielt das solide-gekonnt, und wird tatsächlich noch zur Kampfmaschine gedrillt.
Kwan Yung-Moon ist sein Vater und Sifu..., und er spielt das angenehm und aber auch energetisch-energisch wenn es drauf ankommt, auch hier eine solide Performance.

Tino Wong ist ein durchaus prominenter KungFu-Darsteller, der auch oft mit Hwang Jang Lee drehte. Und auch er zeigt ein gutes Spiel und ist natürlich auch eher actiontechnisch gefordert.
Yuen Chu hat die weibliche Rolle hier besetzt..., und sie fightet überraschend athletisch, agil und technisch ausgefeilt.
Richtig gut.
Und sie ist natürlich niedlich anzuschauen. Okay, wenn man sie neben die attraktivste und heißeste Frau auf Erden ... Amber Rose... stellt, das ist kein Vergleich, da weiß Mann wen Mann bevorzugt. Aber apart ist sie, keine Frage.

Eigentlicher Star von Seiten der Akteure ist natürlich Hwang Jang Lee, der als Ober-Villain mit diabolischer Ausstrahlung routiniert und mit meisterhaften Fight-Skills agiert.
Seine Technik ist über jeden Zweifel erhaben, seine High-Kicks legendär, und sein KungFu ist einmal mehr von hoher Intensität, Power-KungFu, so kennen ihn seine Fans.

Tja, und das bringt mich abschließend zur KungFu-Action, die natürlich das Wichtigste hier ist, und diesen Eastern gelungen abrundet.
Klassische Techniken, rasante Choreographien und vor allem Skills auf hohem Level von echten Kampfkünstlern..., das bietet "Young Hero"..., intensives KungFu, ein echter, knallharter Actioner für Eastern-Fans.
Das obligatorische Training, diesmal am Meer, mit einer klasse Sequenz als Yuen Chu und Yuen Miu auf einem Holz-Floß Stock-Kampf und KungFu einüben, ist eines der Highlights, aber auch die Fight-Action selbst ist beachtlich.
Und der Höhepunkt ist natürlich der Endfight als "2 vs 1"-Kampf konzipiert, Hwang Jang Lee gegen Yuen Miu und Kwan Yung-Moon als Pas-de-Trois des KungFu..., KungFu-Action-Total zum Schluss, mit entsprechend hoher Intensität und Dramatik.

Kurzum..., ein starker Eastern mit marginalen Schwächen..., dafür mit schön fotographierter Hochglanz-Optik, soliden Darstellungen und kerniger KungFu-Action.
Hochverdiente, ausgezeichnete 8 von 10 Punkten kann sich "Young Hero" redlich erfighten.

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