Review

Bevor ich mein eigentliches Review beginne, möchte ich nochmals betonen, das es sich um einen Amateurfilm handelt. Dementsprechend muss man an einen solchen Film auch mit ganz anderen Erwartungen herangehen als an einen normalen Film.

Beginne ich also erstmal mit der Story, die eigentlich nichts neues oder inovatives bietet. Das Ganze beginnt damit, dass ein paar Gangster, darunter auch Regieseur Andreas Pape, als Türsteher für eine Techno-Disko-Veranstaltung in einer alten verlassenen Lagerhalle eingesetzt werden. Bei dieser Veranstalung kommt es zu einem tragischen Vorfall. Die Gäste kommen mit einer grünen Substanz in Berührung woraufhin sich alle in zombieähnliche Kreaturen mit riesigen Zähnen verwandeln, die alles anfallen was ihnen in die Quere kommt. Nur ein paar Gangster können sich retten. Als die Gangster zur Lagerhalle zurückkehren, um herauszufinden was dort eigentlich passiert ist, treffen sie auf eine Gruppe Wissenschaftler. Es stellt sich heraus, dass diese dort die gefährliche Substanz gelagert haben. Gangster und Wissenschaftler tun sich zusammen, um Jagd auf die Kreaturen zu machen.
So viel zur Story des Films. Nun zu den positiven und negativen Seiten des Films. Zuerst fällt einem der, für einen Amateurfilm recht, rasante und actionreiche Schnitt auf. Dadurch wirkt der Film recht flüssig.
Weiterhin positiv sind die gut gelungenen und zum Teil sehr blutigen Effekte. Vor allem die Einschussszenen sind gut gemacht.
Nun zum Ton und zum Soundtrack des Films. Man versteht die Schauspieler ganz gut aber es könnte besser sein. Der Soundtrack nimmt dem Film in meinen Augen jegliche Atmosphäre. Es werden hier meist richtige Lieder von Bands, anstatt von sphärischer Filmmusik verwendet. Das ist ja ansich auch nicht schlecht aber die Musikauswahl ist sehr derb. Da wechselt extremer Death Metal plötzlich mit Techno. Und sowas wirkt einfach nur lächerlich und degradiert den Film vom harten Actionhorror zur Komödie. Spannung kommt erst auf wenn mal wieder die sphärische Musik einsetzt. Das ist einer der ganz großen Minuspunkte, die nicht hätten sein müssen. Schade.
Die Schauspieler geben ihr Bestes, wirken manchmal aber auch etwas albern. Die Unfähigkeit wird dann im 30 min., echt lustigen Making Of deutlich. Manche sind nicht einmal fähig 3 Sätze richtig auswendig zu lernen und diese halbwegs gut rüberzubringen. Das kann ich einfach nicht nachvollziehen. Mussten die in der Schule keine Gedichte lernen? Aber da haben sie wahrscheinlich auch lieber Splatterfilme gekuckt als gelernt. NAJA. Zum Glück gibts nicht so viele Dialoge im Film.

Aber alles in allem ist "Hunting Creatures" ein richtig unterhaltsamer und partytauglicher Film. Für Amateurfreaks ist er auf jeden Fall geeignet aber auch alle anderen sollten mal einen Blick riskieren.

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