Ein nicht gänzlich befriedigender Genre-Mix von Ruggero Deodato, dessen zahlreiche Schwächen aber vom enorm hohen Unterhaltungswert überstrahlt werden. Lisa Blount spielt eine Journalistin, die über ein Massaker in der Drogenszene stolpert & eine Verbindung zu einem zwielichtigen Typen (Richard Lynch) herstellt, der maßgeblich am Jim-Jones-Vorfall beteiligt war & eigentlich tot sein müsste. In der Hoffnung auf ein Interview mit dem untergetauchten Mann, der sich eine kleine Armee Eingeborener hält, macht sie sich auf in den Dschungel & sucht gleichzeitig nach dem Sohn ihres Chefs, der in der Gegend dort verschwunden ist.
Versüßt wird der actionreiche Spaß von Claudio Simonettis Mucke, Michael Berryman im Killer-Modus, vielen schönen exotischen Schauplätzen, viel deftigem Gekröse & einigen bekannten Gesichtern, wie z. B. Karen Black, John Steiner, Gabriele Tinti, Eriq La Salle & Valentina Forte. Deodato drehte für einige Sequenzen Alternativmaterial, um zwei Fassungen erstellen zu können, ohne gleich ganze Szenen rausschneiden zu müssen. Bestimmt kein Fehler, da der Film ziemlich aufwendig & bestimmt nicht billig war.
Gedreht wurde vor Ort in Venezuela, was für die Cast phasenweise unangenehm & strapaziös wurde. Ihrem Spiel merkt man das nicht an, die waren alle Profis genug, um das durchzuziehen. Herzstück der Splattereien (darunter Enthauptungen, Durchbohrungen & An-den-Boden-Nagelungen) ist die extrem saftige Zerteilung eines Mannes, beginnend am Unterleib. Autsch! Die Szene wirkt auch nach all den Jahren noch unglaublich krass. Außerdem gibt’s ein paar toll getimete Schocks, die wesentlich mehr reinhauen als der Großteil der heutzutage so eingebauten Jump-Scares. Trotz aller Schwächen ein kleiner Kracher.