Um Himmels Willen, was war denn das?
Zunächst einmal möchte ich ein paar kurze Worte über die Zutaten dieses Films verlieren: Eine total dämliche und sinnfreie Story über einen verschollenen Slasherstreifen, einer der schockierendsten Filme aller Zeiten, dessen einzige Kopie der Filmfreak "Tyler" finden möchte. Er hat es zu seiner Lebensaufgabe auserkoren. Da wären wir auch schon bei Teil zwei der Zutaten: Die Darsteller. Ich habe schon seit langem keine so schlecht agierenden Darsteller mehr gesehen. Die meiste Zeit über fühlt man sich, als sei man in einem miesen Amateurstreifen gefangen. Hinzu kommt ein sehr schlechter "Aushilfs-Jason" (Babyface), der mit einer puppenhaften Harlekinmaske umherstreift und schwerfällig ein paar Leutchen niedermetzelt. Sein Waffenarsenal stellt ebenfalls nichts Neues dar, hat man doch schon Spitzhacke, Machete oder Kettensäge in dutzenden anderen, sehr viel besseren Horrorstreifen gesehen. Jetzt könnte man meinen, dass wenigstens der Blood- und Goregehalt stimmt - Fehlanzeige! Was das angeht, haben Produzenten und Regisseur gespart, wo es nur ging. Die wenigen einigermaßen gelungenen FX machen den Braten auch nicht mehr fett. Außerdem ist ein Großteil dieser Effekte vom Stapel "Billig-CGI" gefallen, und somit nicht der Rede wert.
Was recht gut anfängt und den Zuschauer auf einen etwas "anderen" Horrorfilm hoffen lässt, wird gegen Ende mehr und mehr lächerlich bis unerträglich (Ich war sogar ein- zweimal kurz vorm Abbrechen). Klar hat man ähnliche Plots in diversen anderen Filmen schon mal gesehen, aber auch ich war voller Hoffnung, dass der gute Anfang lediglich die Einführung in ein spannendes und schön blutiges Horrorerlebnis sein könnte - womit ich mich bereits nach den ersten 10-15 Minuten auf dem Holzweg bewegte.
Mir stellten sich vor allem folgende Fragen: Warum zum Teufel sollte ein Regisseur, der es angeblich geschafft hatte, mit seinem "Horrorfilm" einen der schockierendsten Streifen aller Zeiten zu inszenieren, urplötzlich von der Bildfläche verschwinden, obwohl er doch mit seinem Werk den Thron bestiegen hatte und dadurch scheinbar zu einer Art "Kult" avanciert worden war? Und woher wollte die Tochter des Regisseurs wissen, dass "Tyler" kommen würde, um sie auf den Film anzusprechen? Es schaut nämlich alles so aus, als hätte das Team um den Film "The Hills Run Red" den gesamten Verlauf geplant gehabt. Dann hätten wir da noch das Ende: Was genau sollte das? Zwar habe ich, gerade in Bezug auf Horrorfilme, schon ganz andere Endings gesehen, aber dieses hier schießt den Vogel ab. Was hat sich der Regisseur dabei gedacht?! War er allen Ernstes davon ausgegangen, dass die Zuschauer dieses Ende als "schockierend" oder "abartig" bezeichnen würden? Naja, ich für meinen Teil hab' da nur gesessen und gedacht: "Gott sei Dank ist der Film endlich zu Ende!" Die einzige Wirkung, die dieser Schluss auf mich hatte war: "Ähm...ja."
The Hills Run Red gesellt sich zu den anderen Filmen, die ihren Platz in der Halle der "unzumutbaren und miesesten Horrorfilme aller Zeiten", wo u.a. auch die Hostel-Teile vor sich hingammeln, für immer sicher haben. Dann lieber ein weiteres Mal die altbekannten Klassiker A Nightmare on Elm Street, Freitag der 13. oder die Halloween-Reihe in den Player legen und der guten alten Zeiten frönen!
3/10