„Die 36 Kammern der Shaolin“ war ein Klassiker aus dem Hause Shaw Brothers und so muss man sich natürlich nicht wundern, wenn kurze Zeit später schon der Nachfolger bereit steht. Der Film erreicht zwar nicht im geringsten die Qualität des Vorgängers, dennoch wird man gut unterhalten.
Die Arbeiter in einer kleinen Färberei haben es schwer. Die Arbeit ist hart und dank neuer Oberaufseher soll ihnen auch noch das Gehalt gekürzt werden. Wer aufmuckt, wird von den Mandschu-Schergen zusammengeschlagen. Man kommt auf die Idee, den Lügner Cheh (Gordon Liu) als Shaolin-Mönch auszugeben und durch einige Tricks gelingt es Ihnen auch. Man bekommt wieder mehr Geld, doch dann fliegt der Schwindel auf, Cheh wird selber vermöbelt und flieht. Er will ins Shaolin-Kloster, um dort Kung-Fu zu lernen. Er schleicht sich durch Lügen und tricks ein, jedoch wird er immer von Meister San-Te gestört. Dann bekommt er einen Auftrag, der erst mal scheinbar nichts mit Kung Fu zu tun hat. Er soll das komplette Kloster mit Baugerüsten umzäunen. Dabei hat Cheh Einblick in die Kammern und beginnt selbstständig auf seinem Gerüst zu lernen...
„Die 36 Kammern der Shaolin“ gehört zu meinen Favoriten bei den Easternfilmen. So ließ ich es mir auch nicht nehmen, beide Fortsetzungen anzugucken. Gleich vorweg, beide können das Niveau der Originals nicht halten. Die Grundstimmung hat sich ein wenig verändert. War das Original noch ernst, so gibt es in den beiden folgenden Teilen viel mehr Humor und komische Szenen. Allein ein Kollege von Cheh mit seinen Übergroßen Frontzähnen spricht Bände.
Immerhin ist Gordon Liu wieder dabei. Gewöhnungsbedürftig ist, dass er jetzt nicht mehr San-Te ist, wie noch im ersten Teil, sondern jetzt wieder ein Bursche ist, der erst mal Kung-Fu lernen muss und von einem anderen Schauspieler als San-Te unterrichtet werden soll.
So scheint es umso kurioser, wenn Gordon Liu im dritten Teil wieder der Mönch San-Te ist.
Sonst gibt es nicht viel neues, leider gibt es nicht mehr so viele Kampfszenen wie noch im Original, auch die Ausbildung in den Kammern wurde arg zurückgeschraubt. Es gibt kaum noch irgendwelche Kammern. Viel mehr hat man hier eine neue Art von Kung-Fu entwickelt, ich würde es als „Baustellen-Kung-Fu“ betrachten. Und wie immer in den Filmen, kehrt Cheh natürlich in sein Dorf zurück, wo die Mandschuherrscher das Volk noch mehr unterdrücken, ihnen noch weniger Geld bezahlen. Ein finaler Kampf bleibt natürlich nicht außen vor.
Fazit: Zwar kein Vergleich mehr mit dem Original, doch wird man trotzdem ansprechend unterhalten. Der Film erinnert mich zwar jetzt schon mehr an Komödien Marke Jackie Chan, dennoch hat er einige beeindruckende Szenen mit Gordon Liu. Man sollte keinen perfekten, aber einen ansprechenden Nachfolger erwarten, dann hat man viel Spaß.