Im Jahre 2033 ist die Welt völlig anders, als noch 11 Jahre zuvor. Dies war nämlich der Zeitpunkt, als ein riesiger Komet auf die Erde hinab fiel und fast das gesamte Leben auslöschte. Seitdem herrscht eine globale Katastrophe, die zur Folge hat das es seit dem Tag des Einschlags nicht mehr geregnet hat, was das Wasser natürlich zu einem wertvollen Gut gemacht hat. Wer Wasser hat, hat das Sagen und dementsprechend hat sich die Macht verteilt.
Das Tank Girl eine Verfilmung eines Comics bemerkt man nicht nur an den zahlreichen Einblendungen im selbigen Stil sondern über haupt am ganzen quietschbunten postapokalyptischen Farbszenario. Hauptakteurin ist ein frechschnäuzigis Punk-Girlie, das sich mal eben mit dem größten Konzern der Welt anlegt, einen Panzer hält der wie ein Haustier auf Pfiff angerollt kommt und überhaupt ist hier alles überdreht wie nur nur möglich. Nach Sinn, Logik und Vernunft sollte hier lieber niemand fragen, wenn es gegen die böse Water & Power Manufaktur, die beinahe die gesamte Wasservorraäte unter ihre Fittiche gebracht hat.
Irgendwie scheint der Film aber hauptsächlich pubertierende Mädchen ab 14 anzusprechen, denn genau diese Gruppe scheint das Tank Girl mit ihren Sprüchen und Verhalten anzusprechen, es wird gegen alles und jeden rebelliert. Allerdings wirkt der Humor die meiste Zeit eher bemüht als zündend. Manche der Kommentare sind echt gut, die meiste Zeit aber doch eher auf Schulhofniveau. Was auch eher auf diese Rippers Guerilla Gruppe zutrifft, die zwar als Riesengefahr angekündigt werden, aber letztendlich aus gezüchteten Mensch-Känguruh-Hybriden bestehen und vom Aussehen eher in die Stofftierabteilung gehören.
Allerdings hat Tank Girl auch seine guten Seiten, so ist die Optik sehr gut gelungen und verbreitet wirklich ein Comic Flair, auch die Sets und Ausstattungen sind mühevoll ausgearbeitet, da gibts nichts zu quengeln. Die verteilten Action Szenen sind nett anzuschauen, aber besonders der Soundtrack ist richtig gut, es rockt vom feinsten. Die Darsteller sind so weit ok, Petty und McDowell dürfen overacten bis die Sprechblase platzt (um mal im Comic Jargon zu bleiben). Der ultrataffe harte Rapper Ice-T macht sich in seinen schauspielerischen Kindergartentagen selbtironisch zum Affen bzw. zum Känguruh und sieht aus wie der Hund von Jack Sparrow, so viel Humor hätte ich dem Jungen gar nicht zugetraut.
Tank Girl ist eine konzipierte Trashnummer im Endzeitformat, die Handlung ist schräg, die Personen überdreht, das Endergebnis aber nur mittelmäßig. Mir persönlich ist der gute alte Mad Max deutlich lieber, wer auf aufgedrehte Girlies steht sollte aber unbedingt mal reinschauen.
5/10