In der Zukunft herrscht auf der ganzen Erde eine Wasserknappheit, die den ganzen Planeten in eine einzige Wüste verwandelt. Der Monopol-Konzern "Water & Power" und besonders dessen Oberhaupt (Malcom McDowell) üben eine Terrorherrschaft auf das ganze Land aus, dem auch unsere Titelheldin, das "Tank Girl", zum Opfer fällt. Sie wird von den "Water & Power"-Soldaten gefangen genommen und zur Zwangsarbeit in unterirdischen Mienen verpflichtet. Dort lernt das Power-Girlie die ehemalige Pilotin Jet Girl (Naomi Watts) kennen, mit der ihr die Flucht gelingt. Zufällig stoßen sie auf eine Wiederstandsgruppe von mutierten Känguruh-Wesen (den "Rippers"), mit denen sie den Kampf gegen "Water & Power" aufnehmen.
Die Story von "Tank Girl" ist dermaßen konfus, unlogisch und verhunzt. Ein "roter Faden" ist hier kaum zu erkennen.
Vielmehr wird man zwischen den comic-haften Szenarien hin- und hergerissen, wobei man der Bilderflut zwangsweise erliegen muss.
Hauptfigur des Kasperle-Theaters ist eine schrille, nervige Punk-Göre, die mit ihrem pseudo-mutigen Auftreten und ihrer aufgesetzten apokalyptischen Fröhlichkeit unheimlich auf die Nerven geht und dabei so "cool" rüberkommt wie Bill Cosby beim free-stylen.
Was ist noch alles schlecht bei "Tank Girl" ...? ..... Ach ja, der Steifen kann kaum erwähnenswerte Action aufweisen (ein bisschen Rumgeballere, das war's), alle Gags sind schlecht und teilweise echt peinlich, wie z.B. der Tanz der "Rippers".
Ice-T darf Gott dafür danken, dass man ihn hier Dank guter Maske nicht erkennt, denn er agiert hier alles andere als "cool".
Dem zufolge (keine Action, keine Witze, scheiß Handlung, nervige Schauspieler) ist von "Spannung" den ganzen Film lang rein gar nichts zu spüren.
Der Film überzeugt allerdings durch sehr gute Sets in dreckiger Wüstenatmosphäre (a la "Mad Max"), außerdem leistet die Special Effect-Crew bei den Kostümen, wie bei den der Rippers, ganze Arbeit und auch Lori Petty, unser "Tank Girl" ist mit ihren 20 verschiedenen Outfits und Frisuren recht ansehnlich .... zwar nicht unbedingt erotisch, aber ok.
Von den Comic-Passagen, die zwischendurch kurz (sekundenhaft) den ausdruckslosen Schauspielern auf die Sprünge helfen wollen, hätte man gern mehr gesehen.
Das allerbeste an "Tank Girl" und das was ihn fast schon erträglich macht ist der saucoole Soundtrack, der von Bands wie Hole, L7, Bush und Devo aber auch von Ice-T beigesteuert wird.
Also jedem Grunge-Liebhaber wird der Film wenigstens ein Ohrenschmaus sein.
Langer Rede kurzer Sinn: Film Flop, Soundtrack Top.
Mein Tipp : Kauft euch den Soundtrack und schaut den Film mal an, wenn er auf RTL2 läuft, aber selbst das muss nicht sein.