Review

Police Whackademy


Humor ist subjektiv und man muss nicht jeden Kult verstehen - so ging es mir in etwa bei „Super Troopers“, einer US-Comedy über chaotische Gesetzeshüter bzw. Grenzpolizisten, die auf einen riesigen Drogenschmugglerring stoßen, was ihnen ihre Jobs retten könnte...

„Police Academy“ meets sowas wie „Old School“ könnte man sagen - nur leider zog die Mischung bei mir nicht so sehr, wie ich es mir erhofft hatte. Der saftige Schabernack ist doch unfassbar amerikanisch, sehr banal und wirkt leicht bekifft, was ja nichts Schlechtes sein muss. Aber irgendwie zünden bei mir hier viel zu wenige Gags, keine der Figuren wirkte auf mich echt oder auf Dauer mögenswert, die Balance aus comicartiger Überzogenheit und Realismus schien die meiste Zeit wirr oder gar komplett daneben. Klar, manch eine tief geschossene Zote könnte in bierseliger Runde funktionieren, die Faulheit und seltsamen Methoden von Gesetzeshütern sind immer für einen Lacher gut, einen speziellen Flair will ich dem Ganzen auch gar nicht absprechen, vielleicht war ich auch einfach nicht in der richtigen Stimmung. Ich gönne den vielen langjährigen Fans ihren Spaß und die erst vor kurzem endlich erschienene Fortsetzung. ABER mein Geschmack hat das zu selten getroffen. Da kam aus den Staaten, gerade auch um die Jahrtausendwende, definitiv witzigeres Zeug, das in ähnliche Kerben schlägt. Von „Jay & Silent Bob“ über „White Chicks“ bis „Superbad“. Das hier ist ein ganz netter Versuch, der bei mir nicht auf taube Ohren sondern Wohlwollen stoßen sollte - jedoch phasenweise erschreckend verpuffte. 

Fazit: schon eine witzige, absurde und sympathische Truppe... aber den Kult, den es vor allem in Übersee dazu gibt, kann ich nicht nachvollziehen. Für mich kein moderner Lachklassiker, eher ein schmunzelnder, matschiger Cheeseburger für zwischendurch. Ehrlich gesagt, etwas lahm und zahm für meinen Geschmack... 

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