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Inhalt:

China, in den Jahren nach der bürgerlichen Revolution. Der Anführer einer Volks-Miliz kann seinen Männern verkünden, dass ihre Einheit nunmehr in das offizielle Polizei-System integriert werden wird.
Kurz darauf wird dieser Anführer von Hu Li Pa (Hsieh Han) und dessen Schergen brutal erschossen.

Die Tochter des Anführers, Chu Chi (Chia Ling aka Judy Lee), schwört dem Mörder blutige Rache.
Doch Hu Li Pa soll vor Gericht kommen. Beim Gefangenen-Transport jedoch wird Hu Li Pa von einem smart auftretenden Killer, Hsu (Chen Hung-Lieh), getötet.
Dieser findet Unterschlupf bei der ominösen Hotel-Besitzerin Fan (Hsu Feng)
Hu Li Pa wurde für seine Tat bezahlt, und so muss es einen Hintermann geben.

Die Ermittlungen gestalten sich jedoch für Polizei-Captain Wu Ching Li (Jimmy Wang Yu), der Chu Chi zur Seite steht, als überaus schwierig.
Polizei-Commander Pei Yu Tin (Chang Yi) macht sich immer verdächtiger. War der Miliz-Anführer ihm zu mächtig geworden, und wollte Pei diesen somit aus dem Weg räumen?

Chu Chi, die bei den Ermittlungen den Sohn von Pei tötet, gerät in die Gewalt von Hsu, sie wird jedoch von Wu Ching Li befreit und Hsu im Duell von Wu getötet.

Schließlich kommt es zwischen Chu Chi und Wu Ching Li auf der einen Seite, und Pei Yu Tin und dessen Schergen auf der anderen..., zum Show-Down, zum Kampf auf Leben oder Tod....!


Fazit:

Im Jahre 1975 entstand auf Taiwan unter der Regie von "Larry" Tu Chong-Hsun für das kleine Label "Fei Tang" dieser insgesamt solide-überzeugende Eastern mit investigativer Story, Pistolen-Action nebst kernigen KungFu-Fights und prominentem Cast.

"The Great Hunter" ist ein im Vergleich relativ handlungslastiger KungFu-Film, in gediegener Eastern-Atmosphäre, nicht immer sehr spannend, doch routiniert in Szene gesetzt und den Genre-Freund noch solide überzeugend und unterhaltend.
Es ist nicht die Frage des "Who dunnit?", sondern mehr die Frage nach dem Hintermann hinter einem rasch gemeuchelten Mörder.
Eine Rache-Story letztendlich, in der die Tochter des Getöteten diesen rächen will, und ein Polizei-Captain, der natürlich ein starker KungFu-Fighter ist, dieser Tochter zur Seite steht.

Die investigativen Ermittlungen des Helden gestalten sich jedoch als zäh, und so zäh ist denn auch mitunter dann die Erzählung, die zur Mitte hin manch Länge somit dem Zuschauer nicht erspart. Das ist ein Manko..., etwas strikter hätte die Inszenierung da schon sein können, und mehr KungFu hätte man sich da zudem gewünscht.
Doch der Streifen kriegt dann noch die Kurve, und kerniges KungFu kann dann den Zuseher noch entschädigen.

Jimmy Wang Yu ist hier der ermittelnde Held. Cool-lässig ist seine verkörperte Figur, und so spielt das Wang Yu denn einmal mehr mit müdem Blick und klarer (Hand-)Kante.
Natürlich mutiert er dann auch wieder zur rau-ruppigen Kampf-Sau, Jimmy bietet sein gewohntes Programm, wenngleich im Quantum dieses Mal dezenter.

Er steht der hier taff-quirligen Chia Ling (aka Judy Lee) zur Seite, die fast die noch besseren physischen Aktionen hat, die noch kernigere KungFu-Action hier bietet.
Um ihre Rache geht es ja auch, und sie prescht forsch voran, muss von Wang Yu auch mal ausgebremst werden.
Und sie ist hier auf dem Zenit ihrer Attraktivität, die schöne Chia Ling, ich würde sie wohl nur dann von der Bettkante schubsen, wenn ich eine Doppel-Ehe mit Vanessa Huppenkothen und Jana Azizi führen würde.

Hsu Feng, hier in einer Nebenrolle, ist nicht weniger attraktiv, und agiert als zwielichtige Hotel-Chefin. Chia Ling und Hsu Feng, zwei prominente weibliche Darstellerinnen in der Eastern-Branche.
Und auch die Villains sind namhaft, Chen Hung-Lieh als arrogant auftretender Killer, stets um den korrekten Sitz seiner Frisur bemüht. Und Chang Yi gibt den Villain, geheimnisvoll, finster und brutal-böse, tötet er skrupellos um seine Macht zu konsolidieren.
Chang Yi agiert mit all seiner Routine aus zahllosen Rollenbildern dieser Art, und den Eastern-Fan freut´s.

Die KungFu-Action ist in diesem handlungslastigen Eastern etwas rarer gesät, dafür wird mehr mit Pistolen geschossen, doch wenn es zu den ´Fu´-Fights kommt, sind diese kernig-dynamisch in Szene gesetzt. Die Darsteller verstehen was von KungFu, Chia Ling und Wang Yu, sowie Chang Yi, das hat eine gewisse Qualität, und am Ende wird es knallhart und blutig.
Man hätte sich noch mehr davon gewünscht, das hätte "The Great Hunter" wirklich noch rum richtigen KungFu-Actioner gemacht.

So ist denn dieser Eastern ein noch solide-überzeugender Genre-Beitrag, gefällige Kost für den KungFu-Fan so "für zwischendurch", mit kleinen Längen, aber prominenten Darstellern, leidlich Spannung und durchaus passabler KungFu-Action.

6,5/10.

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