Zur Abwechslung gibt's diesmal Teenie-Horror von der grünen Insel im DVD-Player. Was LONG TIME DEAD von US-amerikanischer Gruselkost von der Stange unterscheidet: Nichts! Auf der Suche nach dem letzten Kick beschwört eine Gruppe Jugendlicher mit einem Hexenbrett einen bösen Dämon, der über diese Ruhestörung ganz und gar nicht erfreut ist und schriftlich ankündigt, dass alle sterben werden! Gesagt, getan! Der Rest ist bekannt und wird nach dem guten alten „Zehn-Kleine-Negerlein-Prinzip" abgehandelt.
Man muss dem Streifen zugute halten, dass er in den dunklen, verwinkelten Ecken eines alten Gewölbes durchaus schafft, ansprechende Grusel-Atmosphäre aufzubauen und für den ein oder anderen wohligen Schauer zu sorgen - auf der anderen Seite kann man Innovationen in diesem okkult angehauchten Horror-Thriller mit der Lupe suchen: Vom verdächtigen Quoten-Hausmeister bis zum Coolen von der Schule werden sämtliche Klischees des Horrorfilms bedient.
Selbst die Darsteller bleiben durch die Bank blass, wobei auf die einzelnen Charaktere prinzipiell auch nicht näher eingegangen wird.
Ob es nun unbedingt an der Inszenierung des relativ unerfahrenen Marcus Adams lag, dass die Gruselmär nicht funktioniert sei dahingestellt, da es der Geschichte einfach an Substanz fehlt, um über gepflegtes Teenie-Mittelmaß zu kommen.
Für alle Sammler und Reiter der Teenie-Horror-Welle mag der Film aufgrund fehlender Alternativen für einen gepflegten Grusel-Abend taugen - alle anderen werden auch weiterhin gut schlafen können, wenn man dieses krude Machwerk in der Videothek links liegen gelassen hat!
(5 / 10)