Nach einer Party-Nacht voller Sex, Drogen und Alkohol veranstalten der britische Student Liam und seine Freundes-Clique eine Seance, während der sie per Gläserrücken tatsächlich Kontakt zu einem Geist aufnehmen... bei dem es sich aber dummerweise um einen Djinn handelt, einen konstant schlecht gelaunten, altarabischen Feuer-Dämon, der seine Opfer per Berührung verbrennt. Besagter Djinn wurde übrigens bereits 1979 schon einmal während eines satanischen Rituals in Marokko von Liams Vater beschworen, was die übrigen Teilnehmer damals das Leben gekostet und seinen Dad im Anschluss in die Klapse gebracht hatte. Klar, dass der Dämon immer noch einen Groll hegt, prompt Besitz von einem der Kids ergreift und nun vor hat, die gesamte Bagage nach und nach ins Jenseits zu befördern... "Long Time Dead - Du bist der Nächste!" ist ein mal eher belangloses britisches Horrorfilmchen, das ein paar gängige Body-Count-Formeln aufgreift und diese kaum variiert wiederkäut, womit der Streifen im Grunde genommen prima als moderne Fortführung damlicher 80er Jahre-B-Movies vom Schlage eines "Witchboard - Die Hexenfalle" durchgeht, zumal ja hier wie dort das achtlose Herumspielen mit einem Ouija-Brett dafür sorgt, dass es mächtig im Karton rappelt. Da erkennt man dann auch schnell, wo die vier (!) Drehbuchautoren sich ihre Inspiration hergeholt haben, denn so richtig originär ist hier kein einziger Einfall des mäßigen Skripts, bei dem wohl wieder mal zu viele Köche den dünnen Brei verdorben haben: Da reihen sich bereits x-mal gesehene Szenen-Abfolgen schön penibel und überraschungsfrei aneinander und nicht einmal die Frage nach dem besessenen Killer kann da so richtig das Interesse des Zuschauers an der dünnen Geschichte entfachen. Selbst die nicht gänzlich uninteressante Djinn-Thematik wurde zuvor in dem ersten "Wishmaster" bereits sehr viel spaßiger und genregerechter verarbeitet und musste dort zumindest nicht für einen popeligen Teenie-Slasher mit Okkult-Anstrich herhalten. "Long Time Dead - Du bist der Nächste!" unterscheidet sich gerade mal in einem Punkt von ähnlichen Beitragen dieser Art... und zwar in dem sehr sorglosen, um nicht schon zu sagen fahrlässigen Umgang mit jeder Art von bewusstseinserweiternden Substanzen, denn die Kids ziehen hier in einer Tour die Lines durch und kiffen was das Zeug hält! Die latente Anbiederung an das vornehmlich jugendliche Ziel-Publikum, das die ständige Alk- und Drogen-Verherrlichung bestimmt mächtig cool findet, geht einem selbst, wenn man die eigene Sturm-und-Drang-Zeit bereits lange hinter sich hat, allerdings bald schon nur noch enorm auf den Sack, zumal es hier an einer moralisierenden Quintessenz fehlt. Im Endeffekt ist das allerdings auch wurscht, denn zum Schluss sind eh alle tot und das ist auch gut so, denn die hohle Bagage hat mehr genervt als sonst was...! Für den ehemaligen Child-Actor Lukas Haas, den es in diese Ansammlung von Nixblickern und Nulpen verschlagen hat, sind die wirklich guten Rollen wie damals in "Der einzige Zeuge" oder "Die Phantastische Reise ins Jenseits" wohl mit der Pubertät ausgegangen, denn dieser klischeehafte Stuss ist noch stupider und weniger fordernd als Tim Burtons vergurkter "Mars Attacks!". Lediglich ein paar recht effektiv platzierte Spezial-Effekte und derbe Brandwunden-Make-Ups sowie die gelackte Machart mit ihren durchgestylten Kamera-Spielereien verhindern hier das Schlimmste und sorgen dafür, dass "Long Time Dead - Du bist der Nächste!" zumindest technisch auf der Höhe ist... wirklich gut wird er aber deswegen noch lange nicht. Immerhin: Sich über die hier präsentierte Mittelmäßigkeit per se zu echauffieren, wäre vergebene Liebesmüh, zumal man ja auch wirklich schon Schlimmeres gesehen hat...
5/10